Gewerkschaft fordert Lohnerhöhung

Ab Freitag zwei Tage Streik bei Amazon - Verdi will Druck machen

Bad Hersfeld. Wieder ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Mitarbeiter von Amazon zum Streik auf. An beiden Verteilzentren in Bad Hersfeld ruht am Freitag und Samstag die Arbeit. In Bad Hersfeld haben die Beschäftigten bereits in der Nacht zu Freitag die Arbeit niedergelegt.

Dauern soll der Streik volle zwei Tage bis zum Ende der Spätschicht am späten Samstagabend. 

Mit dem Streik will Verdi den Onlineversandhändler einmal mehr mit der Forderung nach einem Tarifvertrag konfrontieren. Die Gewerkschaft verlangt, dass Amazon die Mitarbeiter nach den Konditionen des Einzelhandels bezahlen soll. Amazon lehnt das ab.

Die Streiks dauern bereits seit April 2013. Zuletzt wurde an Gründonnerstag gestreikt. Diesmal will die Gewerkschaft mit dem Arbeitskampf außerdem Druck für eine Lohnerhöhung in diesem Jahr machen. Während tariflich bezahlte Beschäftigten im hessischen Einzel- und Versandhandel im vergangenen Jahr 5,1 Prozent mehr Lohn und Gehalt in zwei Stufen erhalten haben, gab es für Amazon-Mitarbeiter 2013 eine Erhöhung von durchschnittlich zwei Prozent, teilt Verdi mit. Für dieses Jahr seien bisher keine Lohnerhöhung und kein Urlaubsgeld vorgesehen.

Amazon zeigt sich bislang von den Streiks unbeeindruckt. Auch unter den Mitarbeitern ist der Arbeitskampf umstritten. „Wir lassen uns weder von der sturen Ablehnungshaltung des Amazon-Managements verunsichern, noch von der antigewerkschaftlichen Stimmungsmache beeindrucken“, erklärt dazu Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Schiederig. Die stabile Streikbeteiligung der Beschäftigten zeige immer wieder, wie wichtig ihnen tarifliche Regelungen sind, sagt Schiederig. (red/mcj)

Quelle: HNA

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