Nürnberger Straße ist Vorbild

Bahnhofstraße Bebra ist große Baustelle - Freie Fahrt zu Weihnachten

Die Baugrube wird mit einem Flüssigboden gefüllt: Dadurch kann auf das Verdichten des Bodens verzichtet werden, das mit starken Erschütterungen verbunden wäre. Patrick Gottschalk kontrolliert, ob die Masse richtig fließt. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die Bahnhofstraße in Bebra ist zurzeit bis zu 5,20 Meter tief aufgegraben. Neu verlegt werden Wasser und Kanal, und die gesamte Straße wird neu gestaltet, sodass sie später eine Einheit mit der mittleren Nürnberger Straße bilden wird.

Wie dort werden auch an der Bahnhofstraße die Parkstreifen und gelbliche Gehwege angelegt, Poller und Möglichkeiten zur Außenbewirtschaftung geschaffen, sagte Bauamtsleiter Manfred Klöpfel auf Nachfrage. Stadtwerke, Abwasserbetrieb und Stadt sind hier gemeinsam am Werk. Zurzeit ist die Firma Konrad Emmeluth aus Kassel dabei, Flüssigboden einzubringen. Polier Steffen Jakob und Patrick Gottschalk erläutern das Verfahren, mit dem die Baugrube ohne Erschütterungen verfüllt wird. Damit soll verhindert werden, dass sich an den Häusern Risse bilden.

Dazu wird der Boden zunächst von der Firma Beisheim von Steinen befreit, anschließend wird er mit Bindemittel und Wasser – je nach Restfeuchte des Bodens – versetzt. Auf diese Weise kann auf das Verdichten des Bodens verzichtet werden, was die Häuser erschüttern würde.

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Wenn das Wetter mitspielt, soll die Bahnhofstraße schon vor Weihnachten in neuem Glanz erstrahlen.

Die Fahrbahn wird dann schmaler und wie bisher nur in Richtung Bahnhof befahrbar sein.

Bauamtsleiter Klöpfel rechnet damit, dass die Straße bedeutend weniger frequentiert werden wird, wenn die Verbindung zwischen dem Röse-Kreisel und dem Bahnhof, die sogenannte Südspange, fertiggestellt ist.

Hier haben die ersten Vorarbeiten bereits begonnen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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