Bäder kämpfen gegen den Kostendruck

Freibadsaison beginnt: Höhere Preise, kürzere Öffnungszeiten

Denn das Geschäft mit dem kühlen Nass ist wetterabhängig. An kühlen Regentagen kommen nur wenige unentwegte Schwimmer, meist Inhaber von Dauerkarten, ins Bad.

Durch späte Eröffnungstermine, verkürzte Öffnungszeiten und höhere Eintrittspreise versuchen die Kommunen, das Loch in der Kasse so klein wie möglich zu halten.

In der Schutzschirm-Kommune Rotenburg, zum Beispiel, gibt es seit dem vergangenen Jahr zwei schwimmbadfreie Monate. Im Mai und September sind sowohl das Hallen- als auch das Waldschwimmbad geschlossen. Vor allem den Sportlern gefällt das gar nicht, weiß man in der Stadtverwaltung. Die Regelung sei aber zähneknirschend akzeptiert worden, weil die Menschen ja wüssten, dass gespart werden müsse.

Erst Ende Mai offen

Auch in Ronshausen, wo der Badepark erst Ende des Monats aufgemacht wird, versucht man so, das Defizit zu reduzieren. Außerdem wurden hier die Eintrittspreise erhöht. 3,80 Euro zahlen Erwachsene jetzt für den Badbesuch.

Höhere Preise gibt es auch in Bad Hersfeld. Dort kostet der Eintritt ins Geistalbad 3,50 Euro. Außerdem wurden die täglichen Öffnungszeiten verkürzt. Dagegen regten sich jedoch Proteste. Nach einem Gespräch mit engagierten Frühschwimmerinnen, die etwa 80 Unterschriften gesammelt hatten, willigte der Leiter der Stadtwerke, Markus Gilbert, in den Kompromiss ein, dass ab Mitte Juni bis zum Ende der Sommerferien Inhaber von Dauerkarten morgens eine halbe Stunde früher ins Bad dürfen. Das erklärte Gilbert auf Anfrage unserer Zeitung.

Quelle: HNA

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