Wanderweg von Nentershausen über Weißenhasel nach Sontra nimmt Gestalt an

Weg frei für Fußgänger

Weißenhasel. Nentershausen und Sontra soll bald ein durchgängiger Wanderweg verbinden. Das haben die Nentershäuser Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend in Weißenhasel beschlossen. Für den ursprünglich geplanten Radweg fehlt der Gemeinde das Geld.

Die Verbindung von Nentershausen über Weißenhasel und Hornel nach Sontra beschäftigt die Gemeinde bereits seit Jahren. Der Wunsch nach einem Weg für Radfahrer und Fußgänger ist in der Bevölkerung groß, sagte Carmen Bornschier von der SPD-Fraktion. Doch wurden dem Vorhaben immer wieder Steine in den Weg gelegt. Vor drei Jahren erhielt der Zweckverband Sontra-Nentershausen-Hornel das für den Ausbau benötigte Fördergeld vom Bund nicht. Für die Gemeinde Nentershausen – die im Februar unter den kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen geschlüpft ist – war das Vorhaben Radweg deshalb finanziell nicht zu stemmen.

Beschluss als Signal

Der jetzt gefällte Beschluss soll zeigen: „Wir arbeiten kontinuierlich in kleinen Schritten weiter“, sagte Carmen Bornschier. Die bereits bestehenden Abschnitte des Weges werden gut genutzt. Was noch fehlt, ist der Fußgängerweg zwischen Weißenhasel und Hornel. Außerdem gibt es eine Lücke zwischen Sontra und Hornel. „Diesen Lückenschluss hat die Stadt Sontra bereits zugesagt“, sagte Carmen Bornschier.

„Wir arbeiten kontinuierlich in kleinen Schritten weiter.“

Carmen Bornschier Gemeindevertreterin

Nun soll es auch im Bereich der Gemeinde Nentershausen weitergehen. Die für den Ausbau des Weges benötigten Grundstücke wurden nach Angaben von Carmen Bornschier bereits gekauft. Der Fußgängerweg sei zwar ein Rückschritt im Vergleich zum eigentlich geplanten Radweg, sagte Gemeindevertreter Frank Hauck, dennoch halte er es für wichtig überhaupt eine Verbindung zwischen den Orten zu schaffen. „Sie soll für die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern sorgen“, sagt Carmen Bornschier. Sie müssen für einen Ausflug von Ort zu Ort dann nicht mehr die Straße nutzen.

Gerade wird geprüft, ob es für den Wanderweg Zuschüsse aus dem Leader-Topf gibt. Das Programm der Europäischen Union fördert modellhafte und innovative Aktionen im ländlichen Raum. 400 00 Euro soll der Weg kosten. Davon trägt die Gemeinde Nentershausen einen Eigenanteil von 100 000 Euro.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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