Weibliche Aktive kompensieren Mitgliederschwund der Feuerwehr

Frauen sichern die Alarmbereitschaft

Hersfeld-Rotenburg. Weil sich in den Feuerwehren verstärkt Frauen engagieren, ist 2014 auch die Gesamtzahl der aktiven Brandschützer im Landkreis im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Darauf hat Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt am Samstag während der Dienstversammlung der Feuerwehr-Führungskräfte in der Philippsthaler Kreuzberghalle hingeweisen.

Demnach hatten die 152 Feuerwehren des Kreises zum Jahresende vier Einsatzkräfte mehr als noch im Vorjahr. Während es elf Feuerwehrmäner weniger gibt, verzeichnen die Wehren dank 15 neuer Feuerwehrfrauen unter dem Strich einen Zuwachs. „Sie arbeiten gegen den Trend“, betonte der Landrat. Schließlich verliere der Landkreis jährlich rund 500 Einwohner.

Insgesamt sind die Frauen jedoch bei der Feuerwehr nach wie vor in der Minderheit: Auf 3166 männliche kommen nur 290 weibliche Aktive. „In Relation ist das sicher weiter ausbaufähig“, sagte Schmidt.

Auch in den 82 Jugendfeuerwehren ist der Anteil der weiblichen Mitglieder gestiegen: Dort sank 2014 die Zahl der Jungen um acht auf insgesamt 660, während die Anzahl der Mädchen im Vergleich zum Vorjahr um sechs auf 272 stieg. Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar lobte während der ersten Führungskräfte-Dienstversammlung ihrer Amtszeit den guten Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Aktiven. Anhand von Zahlen des Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverbandes verdeutlichte sie, dass es aus ihrer Sicht keine Alternative zum System der freiwilligen Feuerwehren gebe.

Während die freiwilligen Feuerwehren rund 40 Euro Defizit pro Einwohner und Jahr verursachten, betrügen allein die Personalkosten für eine minimal besetzte Berufsfeuerwehr rund 2,5 Millionen Euro. Betriebswirtschaftlich betrachtet bringe jede Wehr diese Summe in die Kasse jeder Gemeinde ein. Zum Tage,

Hintergrund, Seite 3

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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