Franz Mansky malt - mit Liebe zur Stadt Rotenburg

Im Museum: Unser Foto zeigt Franz Mansky vor einer alten Darstellung der Stadt. Vor ihm seine eigenen Bildern. Denn Mansky holt nicht nur tolle Ausstellungen ins Museum, sondern malt auch selbst. Foto: Meyer

Rotenburg. Es passt zu Franz Manskys zurückhaltender und bescheidener Art, dass seine Arbeit ohne großes Getöse auskommt. Aber sein Engagement lockt viele Menschen nach Rotenburg und bereichert die Stadt. Seit zehn Jahren engagiert sich der nunmehr 70-Jährige im Kreisheimatmuseum und hat dort das für ihn ideale Betätigungsfeld gefunden.

Kuckucksuhren, Nierentische und Röhrenradios, Geschirr im Jugendstil, Werbeschilder aus Emaille, europäisches Studioglas, Bilder von Künstlern der Kasseler Akademie - Mansky liebt Kunst und alte Dinge und hat fast ein Dutzend gut besuchte Ausstellungen ins Museum geholt. „Rotenburger Schätze neu entdeckt“ wird eine weitere heißen und unter anderem den beim Abriss des St. Georg-Hauses gefunden Klöpfel der dortigen Glocke zeigen.

Wenn er davon erzählt, schwingt Begeisterung mit. Die gleiche Begeisterung bringt er auf für sein Hobby, mit dem er vor wenigen Jahren wieder begonnen hat: die Malerei. Angetrieben vom Ehrgeiz, besser zu werden und die Gegenständlichkeit des Motivs so gut wie möglich zu treffen, arbeitet er akribisch, lässt kein Motiv aus, das ihm gefällt, und probiert sich in unterschiedlichsten Techniken. Seine Frau Claudia ist dabei ganz wichtig für ihn, denn sie ist seine größte Kritikerin.

Manskys Engagement gilt nicht nur dem Museum, sondern auch der Stadt, die er liebt. Mit großflächigen Bildern, die alte Fuldbrücke und Schloss zeigen, war er schon im Strandfestumzug dabei und hat zusammen mit der Albert-Schweitzer-Schule ein einzigartiges Projekt initiiert: Angelehnt an ein antiquarisches Buch ist ein riesehaftes, buntes Malbuch aus Holz entstanden, das den Weihnachtsmarkt bereichert hat und sich heute im Foyer des Rathauses befindet.

Dass die Arbeit an der Kasse des Kreisheimatmuseums oftmals ruhig und beschaulich ist, macht Mansky nichts aus: Zu groß sind seine Neugierde und Interessen. Er liest in alten Büchern über Kunst und Malerei oder bewundert die Bilder des Rotenburger Heimatmalers Peter Zirbes, die dort an den Wänden hängen. Mansky gerät ins Schwärmen: „Der hat Porträts in Perfektion gemalt.“ Eigene Versuche, Porträts zu zeichnen, hat Mansky aufgegeben, nachdem seine größte Kritikerin ein klares Urteil abgegeben hat, erzählt Mansky und lacht: „Lass es!“

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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