In der Nürnberger Straße in Bebra wird sich was tun

Förderprogramm Inge soll Eigentümer und Geschäftsleute unterstützen

Wird in den Fokus genommen: Der Teil der Nürnberger Straße vom Standpunkt des Betrachters aus bis zur Mühlenstraße soll mithilfe des Förderprogramms INGEPlus aufgewertet werden. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Inge soll für Anschub sorgen: Das Programm namens IngePlus nimmt die Nürnberger Straße zwischen Bismarckstraße und Mühlenstraße in den Blick. Einige Läden stehen dort leer, doch das Einkaufszentrum „das be!" ist nicht der einzige Grund dafür. Fassaden und Schaufenster, Bänke und Blumenkübel, das Pflaster und Müllkörbe: Es gäbe vieles, was in die Jahre gekommen und verbesserungswürdig sei. Der Durchgang zum Tegut etwa sehe wild aus, sagt Stefan Knoch von der Stadtentwicklung Bebra (SEB).

Die Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) ist Ende 2015 gemeinsam mit der SEB in das Programm aufgenommen worden.

Mithilfe des Förderprogramms soll der genannte Bereich wieder attraktiver, die Eigentümer und Geschäftsleute motiviert werden. Nur mit ihnen, ihrem Einsatz und auch ihrer finanziellen Beteiligung funktioniere „Inge“.

Es gebe durchaus interessierte Investoren und Geschäftsleute, betont Knoche und weist zum Beispiel auf die Familie Dapgin hin, die im neuen King’s Palace an der Bahnhofstraße türkische Spezialitäten anbietet und Miete für das städtische Haus zahlt. Wohnungen werden mit dem Fritz50 und an der Mühlenstraße gebaut, auch für das städtische Haus gegenüber der aufwändig restaurierten alten Apotheke an der Apothekenstraße gebe es Interessenten.

Es sei wichtig, dass die Entwicklung weitergehe, sagt die HGV-Vorsitzende Katharina Tamme. In Bebra sei schon viel passiert, aber man dürfe sich auf dem Erfolg nicht ausruhen.

„Schön wäre, wenn kleine Einheiten wieder gefüllt würden“, sagt Knoche. Er reagiert aber auch auf die Kritik, durch das Einkaufszentrum stünden nun andernorts die Läden leer. „Ohne das be! sähe es nicht besser aus“, sagt er. Einige Mieträume seien in schlechtem Zustand, fehlten die Mieterlöse, könne aber auch nicht investiert werden, Geschäftsleute könnten wiederum manche Mietvorstellungen nicht erfüllen, weil die Einnahmen es nicht hergäben.

Zunächst geht es mit IngePlus um eine Untersuchung des Ist-Zustandes, Beratung und ein Konzept. Eine erste Bestandsaufnahme des Stadtmarketing-Unternehmens CIMA gibt es bereits. Es führe jetzt auch Gespräche mit den Eigentümern, berichtet Stefan Knoche. Ein Dutzend Eigentümer und Geschäftsleute waren zu einem ersten Treffen gekommen, bei dem „Inge“ vorgestellt wurde. Am 20. Juni sind Workshops geplant, bis Jahresende soll ein Katalog mit Maßnahmen stehen. Beispiele wären etwa eine Existenzgründerveranstaltung, eine Immobilienberatung, ein Werbekonzept oder neue Bepflanzung.
Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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