Planungen für bis zu 100 Asylbewerber

Flüchtlingsunterkunft in leerstehenden Hallen in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. In leerstehenden Hallen auf einem Firmengelände an der Berliner Straße in Bad Hersfeld soll eine Unterkunft für bis zu 100 Flüchtlinge geschaffen werden.

Bürgermeister Thomas Fehling bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass entsprechende Planungen angestellt werden.

Der Bauantrag für die erforderlichen Umbauten befinde sich noch in der Prüfung, grundsätzliche Einwände bestünden jedoch nicht. Der Magistrat sei über das vom Kreis Hersfeld-Rotenburg betriebene Vorhaben bislang nur vorab informiert worden, teilte Fehling weiter mit. Erst im neuen Jahr werden die städtischen Gremien die Thematik detaillierter behandeln.

Die für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz wollte den genauen Ort der Unterkunft nicht nennen. Es handele sich um ein großes Gelände in einem Gewerbegebiet. Damit dort überhaupt Wohnungen genehmigt werden können, gebe es eine Ausnahmeregelung für Asylunterkünfte.

Laut Künholz wird die Unterkunft sehr speziell auf die Bedürfnisse als Flüchtlingsunterkunft zugeschnitten. Der Umbau werde noch bis in den März dauern. Dann soll es drei voneinander getrennte Bereiche geben, die jeweils über alles Notwendige verfügen, inklusive Aufenthaltsräume und Sanitäranlagen. So könnten alleinstehende Männer, Familien und Frauen mit Kindern getrennt untergebracht werden. „Damit ist von baulicher Seite die größtmögliche Sicherheit gewährleistet“, sagt Künholz.

Der Kreis wird das Gebäude mieten, anstatt einen externen Anbieter mit der Unterbringung zu beauftragen. Das koste deutlich weniger, als Tagespauschalen pro Flüchtling zu zahlen, sagt Künholz. Sie ist von diesem System überzeugt: „Es ist für die Verwaltung aufwendiger, aber letztlich günstiger, und wir können eine bessere Betreuung gewährleisten.“

Von Marcus Janz und Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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