100 Flüchtlinge treffen am Montag in Rotenburg ein

Rotenburg. Die ersten 100 Flüchtlinge werden am Montag in der Rotenburger Alheimer-Kaserne eintreffen. Sie werden mit Bussen von Gießen nach Rotenburg gebracht.

Noch im Verlauf der Woche soll sich die Zahl auf 400 erhöhen. Das erklärte Bürgermeister Christian Grunwald am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung.

Am Donnerstag fand noch ein Ortstermin in der Kaserne statt, bei dem sich die die Rettungskräfte über die örtlichen Gegebenheiten informierten. Wie sehr das Thema die Rotenburger bewegt, wurde erneut am Mittwochabend deutlich, als 150 Menschen Grunwalds Einladung zur Bürgerrunde gefolgt waren, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Da konnte Grunwald noch keine Angaben zur Anzahl machen. Schon die offizielle Bürgerversammlung in der vergangenen Woche war von 700 Rotenburgern besucht worden. Erneut nahm das Thema Sicherheit einen breiten Raum in der Deabtte ein.

Auch die Pläne der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, im Kreisjugendhof Notfallplätze für Asylbewerber einzurichten - wir berichteten - , stießen in der Bürgerrunde auf Kritik. Bürgermeister Grunwald hat inzwischen einen offenen Brief an die Mitglieder des Kreisausschusses formuliert, in dem er vor einem „fatalen Zeichen“ für die Bürger warnte, sollten diese Notfall-Plätze vom Kreisausschuss genehmigt werden.

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Mehrfach war öffentlich zugesichert worden, neben den Asylbewerbern in der Erstaufnahmeeinrichtung keine weiteren Flüchtlinge in Rotenburg unterzubringen. Mit einem zustimmenden Beschluss des Kreisausschusses wäre dokumentiert, „dass das ausdrückliche und mehrfach wiederholte Wort von politisch Verantwortlichen der Region von heute auf morgen wertlos werden kann“, schreibt Grunwald. Die zusätzliche Unterbringung wäre eine in Hessen beispiellose Vorgehensweise im Umgang mit Städten und Gemeinden mit Erstaufnahmeeinrichtungen.

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