106 Menschen nehmen an Sprachkursen teil

Flüchtlinge im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Für Sprachausbildung wird viel getan

Hersfeld-Rotenburg. Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Für Flüchtlinge ist sie die Eintrittskarte zum Arbeitsmarkt.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird daher viel unternommen, um die Menschen, die bei uns Schutz suchen, mit Kursen schnell fit in der deutschen Sprache zu machen.

Neben den Integrationskursen, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anbietet und die über den Fachdienst Migration des Landkreises koordiniert werden ist auch der Landkreis selbst bei der Sprachausbildung, unter anderem in seinen Gemeinschaftsunterkünften, sehr aktiv. „Zurzeit laufen neun Kurse mit 106 Teilnehmern zum Beispiel in der Unterkunft am Bad Hersfelder Wehneberg oder am Immensee in Ronshausen“, berichtet Frank Hildebrand, Leiter des Fachdienstes Migration beim Landratsamt. Ziele dieser Angebote sind neben einer Erstorientierung die Sprachförderung der Fachsprache Bau und ein Sozialtraining in der Berufsausbildung. Im Kreis-Haushalt sind dafür in diesem Jahr 293.000 Euro vorgesehen. Zudem soll Geld aus Fördertöpfen genutzt werden, sagt Hildebrand.

„Ohne berufliche Integration bekommen sie auch keine soziale hin“, beschreibt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, die Bedeutung der Sprachkurse. In einem Sonderprogramm der Arbeitsagentur, das sich an Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive richtete, haben seit November 187 Menschen aus Syrien, Eritrea, dem Iran und Irak in acht Kursen Deutsch gelernt.

Die Agentur für Arbeit finanziert diese Kurse für geschätzte 300.000 Euro aus einem Sondertopf, ohne dass Geld für andere Arbeitssuchende angetastet werden muss. Das Programm der Arbeitsagentur ist allerdings befristet - die letzten Unterrichtseinheiten laufen zurzeit noch in zwei Kursen bei der Lehrbaustelle in Bebra und in einem Frauenkurs beim CVJM in Bad Hersfeld.

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Quelle: HNA

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