Unterbringung in zwei Häusern

20 Flüchtlinge kommen in Wildeck unter

Rassdorf. Der Kreis hat die Bürger des kleinsten Wildecker Ortsteils über die Zuweisung von Flüchtlingen informiert. Die Bürger machen sich Sorgen, sind aber zur Integration bereit.

Raßdorf wird künftig etwa 20 Flüchtlinge beherbergen. Sie werden voraussichtlich in zwei bis drei Wochen in dem Wildecker Ortsteil eintreffen. Die Flüchtlinge werden vom Kreis zugewiesen.

Darüber informierten Mitarbeiter des Fachdienstes Migation des Landkreises die Raßdorfer Bürger in einer Versammlung am Dienstagabend. Auch Fragen beantworteten Alexandra Klee-Richter, die für die Unterbringung zuständig ist, und Antonia Rösner, die sich um die Koordination der ehrenamtlichen Helfer kümmert. 45 der insgesamt 210 Raßdorfer Einwohner waren an diesem Abend gekommen.

Die Flüchtlinge in Raßdorf kommen in zwei Häusern mit insgesamt fünf Wohnungen unter. Eine Privatperson hat sie saniert und dem Landkreis angeboten.

Auf Nachfrage von Bürgern betonte Klee-Richter, dass der Landkreis die Wohnungen angemietet habe. Der Kreis zahle in solchen Fällen eine angemessene, ortsübliche Miete. Für die Sanierung der Wohnungen sei allein der jeweilige Eigentümer zuständig. Der Kreis beteilige sich in keiner Weise an den Kosten für die Sanierung.

Ziel sei, vor allem Familien in Raßdorf unterzubringen, sagte Klee-Richter. Die Nationalität sei noch nicht bekannt.

„Viele Flüchtlinge irren seit Jahren in der Welt umher und finden kein Zuhause. Wir sind verpflichtet ihnen zu helfen und sie in unserer Mitte aufzunehmen“, erklärte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Udo Sauer, zu Beginn der Veranstaltung.

Dass die Raßdorfer die geplante Zuweisung von Flüchtlingen tief bewegt, zeigte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung. Kritische Stimmen mit zum Teil deutlichen Worten machten die Sorgen deutlich, die sich die Raßdorfer machen. Manche bezweifelten, dass die Flüchtlinge in einem so kleinen Ort ohne Geschäft und Arzt länger bleiben. Deshalb sei eine Integration schwierig.

Unterm Strich wurde aber die Bereitschaft deutlich, die Flüchtlinge aufzunehmen und so gut wie möglich zu ihrer Integration beizutragen.

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Quelle: HNA

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