Für Flüchtlinge bereit: Alheim bereitet sich vor

Alheim. Noch gibt es keine konkreten Angaben, ob und wann der Kreis auch der Gemeinde Alheim Flüchtlinge zuweisen wird. Gemeindevertretungsvorsitzender Marc Heinzerling erklärte mit Verweis auf die ständig steigenden Zahlen am Dienstag: „Sie werden kommen. Und wir werden damit umgehen.“

Seit etwa vier Wochen gibt es eine Initiative in der Gemeinde, die von der Verwaltung angestoßen worden war. „Gemeinsam sind wir für Flüchtlinge da“ - der Name ist auch Programm: Bürger, Kirchenvertreter und Verwaltung überlegen schon jetzt, wo und wie die künftigen Mitbewohner untergebracht werden können und wie man ihnen das Einleben erleichtern kann. Die Gemeindevertretung unterstützt die Initiative. „Vorbereitet und vorbildlich" wolle man im Fall des Falles agieren, kündigte Heinzerling an. So weit es möglich sei, sollten die Flüchtlinge dezentral in Wohnungen untergebracht werden, was die Integration erleichtere.

Es gebe Leerstand in den Ortsteilen, Eigentümer sollten prüfen, ob sie Wohnungen zur Verfügung stellen möchten. Wohnraum werde natürlich nicht beschlagnahmt. Erst wenn Wohnungen nicht ausreichten, müsse man eventuell Dorfgemeinschaftshäuser zu Unterkünften umfunktionieren. Gemeindevorstand und Gemeindevertretung würden sich um eine faire Verteilung bemühen.

Heinzerling forderte die Alheimer auf, die Flüchtlinge zu integrieren. „Ein Teil von ihnen wird bleiben.“ Hier seien Vereine und Verbände gefragt, aber auch jeder einzelne Bürger. Er äußerte Verständnis für die Ängste, die viele angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge bedrückten. „Aber wir dürfen uns von Ängsten den Blick auf die Menschlichkeit nicht verstellen lassen“, sagte er.

Einstimmig bekannten sich die Gemeindevertreter dazu, Flüchtlinge in der Gemeinde aufzunehmen und sie nicht nur menschenwürdig zu behandeln, sondern alle Anstrengungen zu unterstützen, sie in das Gemeindeleben zu integrieren. In einer Notfallsituation sollen die Flüchtlinge laut Beschluss vorübergehend in Bürger- oder Dorfgemeinschaftshäusern untergebracht werden - nach Rücksprache mit den Ortsbeiräten. Der Bauhof der Gemeinde werde im Bedarfsfall zur Bewältigung der Arbeiten auch in Privatwohnungen zur Verfügung stehen.

Quelle: HNA

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