Der Campingplatz hat neue Pächter – In der Jugendherberge beginnt die Hauptsaison

Floß an der Fulda bauen

Spielsachen zur Unterhaltung: Anja Dietrich leitet die Rotenburger Jugendherberge seit zweieinhalb Jahren. Fotos: Sasse

Rotenburg. Das Holz des Empfangstisches leuchtet noch hell. Dahinter hängt ein großer Bildschirm. Er zeigt die Homepage des Campingplatzes in Rotenburg. Postkarten der Stadt stehen auf dem Empfangstisch. Sie werden zum Kauf angeboten. Tische und Stühle stammen noch aus der alten Gaststätte.

Der Campingplatz an der Fulda hat neue Pächter. Das Team um Karin Matzon hat alles für die kommende Saison vorbereitet. Eröffnet werden sollte am Donnerstag, 28. März. Die Kälte machte dem Team einen Strich durch die Rechnung. Die Eröffnung musste verschoben werden. Vor allem Radwanderer sowie Kajak- und Kanufahrer sollen von dem Konzept des Teams angesprochen werden. Für letztere wollen die Pächter eine Schule eröffnen. Dafür wird allerdings noch ein Partner gesucht.

Grillabend bleibt

Den Grillabend am Freitag möchten sie beibehalten. Auch sonst wollen sie sich viel Zeit für ihre Gäste nehmen. Eine holländische Touristengruppe soll zum Beispiel einen Tag durch Nordhessen geführten werden. Auch die Leute der näheren Umgebung sollen sich auf dem Platz wohlfühlen, meinen Matzon und ihre Unterstützung. Sie planen Veranstaltungen, die auch die Menschen aus der Umgebung ansprechen sollen.

In der Jugendherberge in Rotenburg beginnt die Hauptsaison mit den Osterferien. In dieser Zeit kommen vor allem Sportgruppen, später folgen Schulklassen. Die Herberge habe den Vorteil nah am Sportplatz und am Hallenbad zu liegen, sagt Herbergsleiterin Anja Dietrich.

Ein Programm bekommen die Gäste auch geboten: So gibt es Fahrten zur Töpferei in Oberellenbach oder Besuche im Kletterwald in Braach. „Es ist uns daran gelegen, dass etwas in der Region unternommen wird“, sagt Dietrich.

Welches Programm ihr am liebsten ist? In der siebten Klasse werden oft Aktionen zur Teambildung unternommen, sagt die Leiterin. In der Jugendherberge können die Kinder in Gruppen ein Floß bauen. Angeboten wird dies von einem externen Dienstleister. „Ich bin begeistert, dass die Kinder nicht aufgeben, auch wenn der Leiter sagt, dass das Floß so nicht gut ist.“ Die angebotenen Aktionen testen die Mitarbeiter der Herberge selbst.

Die Gäste der Jugendherberge kommen aus ganz Deutschland. Grund dafür sei die zentrale Lage in Hessen. Schulklassen stammen vor allem aus dem Frankfurter Raum.

Dietrich selbst ist seit zwei- einhalb Jahren in Rotenburg. Angefangen hat sie in der Jugendherberge in Erfurt. Als die Stelle der Herbergsleiterin ausgeschrieben war, zog sie mit ihrer Familie her.

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

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