Dreigenerationenkino am Mittwoch in Heinebach bietet Einblick in die hessische Geschichte

Film über Leben des Generals Schmissing

Heinebach. Nordwestlich von Heinebach erstreckt sich zwischen Heinebach und Morschen ein Bergrücken, der in die hessische Geschichte als General eingegangen ist. Wie es zu dieser Namensgebung gekommen ist, zeigt eine Filmaufnahme einer Theateraufführung. Sie wird am Mittwoch, 18. April, im Dreigenerationenkino im Haus der Generationen in Heinebach gezeigt.

Justus Lichau wurde im Jahr 1775 geboren. Er diente als Scharfschütze in der von Kospoth‘schen Kompanie in Kassel. 1809, als der Aufstand der Hessen gegen Napoleon gescheitert war, wagte Lichau noch einen Aufstand. Die Einberufungsbescheide dafür wurden von Lichau mit „General Schmissing“ unterschrieben.

Kanonen nur vorgetäuscht

Er ließ bespannte Hinterwagen mit zersägten Baumstämmen beladen und täuschte einige Zeit erfolgreich schwere Kanonen vor. Nachdem die List durchschaut worden war, zogen sich die Freischärler zurück. Justus Lichau versteckte sich kurz vor dem Eintreffen seiner Häscher im großen Schornstein seines Hofes. Nachts floh er in den Wald und versteckte sich in einem hohlen Baum, wo er von Freunden versorgt wurde.

Über die Geschichte dieses Mannes wurde von Oskar Schade ein Heimatspiel geschrieben, das am 1. Juni 1961 anlässlich der 900-Jahrfeier Bergheims uraufgeführt wurde. Anlässlich der 950-Jahrfeier Bergheims im Sommer 2011 wurde das Stück von der „Enkelgeneration“ des ehemaligen 1961er-Ensembles aufgeführt. Martin Söchting schrieb laut Pressemitteilung in mühevoller Arbeit eine sprachlich modernere Fassung des Stückes, welche den meist jugendlichen Laienschauspielern entgegenkommt.

Video der Aufführung

Ein Video dieser Aufführung wird laut Pressemitteilung der Gemeinde Alheim am Mittwoch, 18. April, im Haus der Generationen in Heinebach gezeigt. (red/jce)

Quelle: HNA

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