Feuerwerk der guten Laune beim Weißenhaseler Heimatabend

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Rotkäppchen: Es machte dem Wolf schöne Augen.

Weissenhasel. Drei Stunden prächtige Unterhaltung erlebten die Besucher beim Heimatabend der XXL-Kirmes in Weißenhasel, gemixt mit Gaudi und Tanz, Gesang und Musik am laufenden Band.

„In Rio wird um Medaillen gekämpft. Wir habe unsere schon errungen“, sagte Ortsvorsteher Frank Hauck. Der Vorsitzende des Ortsbeirats zählte die erfolgreich umgesetzten Projekte im Dorf auf: Die neue Ortsdurchfahrt und das schnelle Internet. Er hatte aber auch eine schlechte Nachricht: „Wir haben in diesem Jahr keine Kirmesmädchen und -burschen gefunden.“ Damit entfiel ein Programmpunkt beim Heimatabend: Das Einbringen der von Gerda Stein gestalteten Kirmesfahne. Sie war schon vor der Eröffnung im Festzelt aufgezogen worden. Bei den weiteren Veranstaltungen werde Mirco Schäfer die Fahne wie bei Olympia in Rio in Würde tragen und die Lückenfüller die Lose verkaufen, verkündete Hauck.

Verstärkung brachte Bürgermeister Ralf Hilmes mit auf die Bühne: Die Kinder aus Weißenhasel. Wenn sie groß geworden sind, sollten sie einmal das Kirmeszepter übernehmen und so eine lieb gewonnene Tradition fortführen, hofft der Verwaltungschef. Wie kommt man wo hin? Diese Frage stellte Pfarrerin Annette König, denn das Dorf ist derzeit von Baustellen umzingelt.

Musikalisch stimmte der Männerchor die Zuhörer auf das Fest ein: „Unser Lied soll hell erklingen, soll Freude bringen.“ Das tat die Theatergruppe des Turn- und Sportvereins Weißenhasel mit Rotkäppchen. Das dralle Mädchen machte dem Wolf schöne Augen, doch der war nur an der Oma interessiert. Die Tanzgarde Heyerode begeisterte mit ihrem Auftritt zu „Aloha He“, die Feuerwehr Weißenhasel-Mönchhosbach stellte sich mit einer „Crazy Show“ vor und das Luftpumpenorchester der Turnerinnen aus Nentershausen entlockte ihren ungewöhnlichen Instrumenten eigenartige Töne.

Heimatabend bei der XXL-Kirmes Weißenhasel

Verwandlungskünstler Stefan Dietrich aus der Rhön brachte im Schnelldurchlauf zahlreiche Künstler und Personen der Zeitgeschichte auf die Bühne: von Elvis über Heino bis hin zu den Wildecker Herzbuben mit „Zwei Kerle wie wir“. Die Lückenfüller hatten „Bodo mit dem Bagger“ beim Schattenspiel vom Verlegen des Internetkabels in Weißenhasel und den Alpenrocker Andreas Gabalier mit „Hulapalu“ und dem „Dorfkind“ im Schlepptau.

Zum Abschluss sangen alle das Hessenlied. Moderiert wurde der Abend von Frank Hauck und Carsten Schmidt.

Quelle: HNA

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