Zwei Millionen Euro Schaden

Nach Sägewerk-Brand: Feuerwehr zieht wieder ab

Rotenburg. Am Morgen nach dem Feuer im Rotenburger Sägewerk wird das ganze Ausmaß des Großbrandes offenbar. Die Feuerwehr ist mit Aufräumarbeiten beschäftigt, die Versicherung besichtigt bereits die Ruine der Sägewerkshalle.

Zuletzt aktualisiert um 14 Uhr.

Mehr als 220 Einsatzkräfte waren in der Nacht im Einsatz gewesen. Sie sorgten vor allem dafür, dass das Feuer nicht auf die angrenzenden Häuser übergriff. „Die Halle war ohnehin nicht zu retten“, sagte Rotenburgs stellvertretender Stadtbrandinspektor Dirk Riemenschneider gegenüber der HNA. Insbesondere das nahe Wohnhaus der Inhaberfamilie des Sägewerks und der benachbarte Bauhof seien geschützt worden.

Lesen Sie auch:

Großbrand in Rotenburg: Sägewerk stand in Flammen

Den Rest der Nacht taten etwa 20 Feuerwehrleute an der Brandstelle Dienst. Sie sorgten dafür, dass das Feuer nicht wieder aufflackerte. Am Mittwochvormittag räumten sie ihr Gerät zusammen und rückten von der Einsatzstelle ab.

Während der Löscharbeiten war ein Rotenburger Feuerwehrmann aus der Kernstadt verletzt worden. Er hat leichte Verbrennungen erlitten. Es gehe ihm aber bereits wieder gut, berichtete Riemenschneider, der seinen Kameraden bereits am Morgen im Krankenhaus besucht hat.

Fotos: Sägewerk, der Tag danach

Großbrand in Sägewerk: Der Tag danach

Geschäftsführer Helmut Hahn besichtigte am Mittwochmorgen die Brandstelle mit der Versicherung. Durch das Feuer wurde die Sägewerkshalle, in der viele Maschinen standen, völlig zerstört. Dort wurde unter anderem Rundholz zu Bauholz verarbeitet. Auch Hackschnitzel wurden in der Halle produziert.

Die angrenzende Zimmerei blieb von den Flammen weitgehend verschont. Das Feuer griff jedoch auf eine Lagerhalle über, die jedoch nicht wie die Sägewerkshalle vollständig zerstört wurde. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Schaden auf über zwei Millionen Euro. (zmy/mcj)

Hintergrund: Die Firma Helmut Hahn

Die Firma Helmut Hahn, Am Kies 26, in Rotenburg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Unternehmen wurde von Adam Hahn 1910 als Sägewerk und Zimmerei gegründet, von dessen Söhnen Peter Hahn und seit 1958 von Helmut Hahn weitergeführt. Unter seiner Leitung wurde die Firma zu einem in der Region bekannten Holzbauunternehmen.

Seit 1995 ist der Zimmermeister und staatlich geprüfte Restaurator Helmut Hahn jr. Firmenchef in dritter Generation. Der Geschäftsbereich wurde ausgeweitet. Seit sieben Jahren hat die Firma Helmut Hahn im Verbund den Bau von Holzrahmenhäusern im Niedrigenergiestandard in ihr Programm aufgenommen. Die Häuser werden individuell und schlüsselfertig angeboten, nach Wunsch der Kunden auch als Ausbau- und Mitbauhäuser. Derzeit hat das Unternehmen 17 Mitarbeiter. (red)

Archiv-Fotos: Großfeuer zerstört Sägewerk

Sägewerk in Rotenburg steht in Flammen

Archiv-Video: Großbrand in der Nacht

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © HNA/Meyer

Kommentare