Es geht auch um die Oper in der Stiftsruine

Festspiele: Zukunftskonzept ohne Intendant entworfen

Heidi Wiley

Bad Hersfeld. Zur Stunde stellt Bürgermeister Thomas Fehling bei einer Pressekonferenz im Kurhaus sein „Zukunftskonzept“ für die Bad Hersfelder Festspiele vor. Darin geht es voraussichtlich auch um die Zusammenarbeit mit der „Oper in der Stiftsruine“ ab dem Jahr 2016.

An der Erarbeitung des Konzepts war Festspiel-Intendant Holk Freytag nach Informationen unserer Zeitung nicht beteiligt.

Mittlerweile ist bekannt geworden, dass die Stadt Bad Hersfeld zum Jahresende ihre Mitgliedschaft in der European Theatre Convention (ETC), einer internationalen Theater-Vereinigung, gekündigt hat – ebenfalls ohne Rücksprache mit dem Intendant.

Mit Unterstützung der ETC hatten die Festspiele in den vergangenen vier Jahren das internationale Jugendforum „Europolis“ veranstaltet, an dem bisher über 250 Jugendliche und 16 Theater aus vielen europäischen Ländern teilgenommen haben.

Für „Europolis“ ist im Entwurf des Wirtschaftsplans der Bad Hersfelder Festspiele 2014 kein Geld mehr vorgesehen.

„Ich bin ziemlich enttäuscht“, sagte dazu Heidi Wiley, Generalsekretärin in der Berliner Geschäftsstelle der ETC, denn „Europolis“ sei eines der wichtigsten Projekte des Verbundes. Eigentlich habe man nur noch auf das Startsignal für dieses Jahr gewartet.

Die Festspiele seien das einzige Festival in der ETC und hätten durch die Mitgliedschaft im europäischen Netzwerk einen hohen Stellenwert, betonte Wiley. Sie hofft, dass sowohl was „Europolis“ wie die Mitgliedschaft in der ETC noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. „Es wäre schade um das Projekt“, sagte Wiley. (ks)

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Quelle: HNA

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