Bewerbung der Stadt Bad Hersfeld für 2019 mit Konzept

Festspiel-Fernsehen als Projekt für Hessentag

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"Komödie der Irrungen" bei Bad Hersfelder Festspielen

Bad Hersfeld. Rund 30 Projektideen enthält der Konzeptentwurf, mit dem sich die Stadt Bad Hersfeld um die Ausrichtung des Hessentags 2019 bewerben will.

Die Vorlage, die vom Magistrat bereits einstimmig gut geheißen wurde und in der Stadtverordnetenversammlung am 25. Mai beschlossen werden soll, enthält beispielsweise den Vorschlag, einen eigenen Fernsehkanal für die Bad Hersfelder Festspiele einzurichten.

Dieser ließe sich nicht nur für herkömmliche Sendungen nutzen, sondern böte auch künstlerisch neue Möglichkeiten, wie etwa die Live-Übertragung einer Inszenierung, die an mehreren Aufführungsorten stattfindet. Festspiel-Intendant Dieter Wedel ist hier bereits mit vorbereitenden Arbeiten für ein Stück über Luther befasst, das für 2017 geplant ist und den Weg des Reformators von Wittenberg nach Worms nachzeichnen soll – mit Spielszenen an den Original-Schauplätzen.

Wie Bürgermeister Thomas Fehling weiter berichtete, ist beabsichtigt, den Hersfelder Hessentag mitten in der Stadt – also nicht zwangsläufig als Mega-Event mit Arena-Veranstaltungen – stattfinden zu lassen. Auch hier könnte die neue Übertragungstechnik zum Einsatz kommen, um möglichst viele Zuschauer zu erreichen.

Das Konzeptpapier ist in die vier Leitthemen Kultur, Klima, Kur und Kommunikation unterteilt. Am 8. Juni will der Bürgermeister die Bewerbung der Landesregierung persönlich überreichen.

Voraussetzung für die Reise nach Wiesbaden ist dabei nicht nur eine inhaltliche Zustimmung der städtischen Gremien, sondern auch Konsens über die Abdeckung des nach einer ersten Schätzung erwarteten Hessentags-Defizits von etwa 2,5 Millionen Euro.

„Auch die Kommunalaufsicht wird da ein Auge drauf haben“, weiß der Bürgermeister um die immer noch angespannte Haushaltssituation.

Quelle: HNA

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