Sanierung ist eingeplant

Festplatz: 100.000 Euro Steuergelder gut investiert oder verpulvert?

Aus dem „Festplatz“ unterhalb der Tannenberghalle in Nentershausen soll ein Multifunktionsplatz werden, den unter anderem auch die Vereine nutzen können: Für die Sanierung ist Geld im Haushalt der Gemeinde eingeplant. Foto: Dupont

Nentershausen. Sollen für die Sanierung des Multifunktionsplatzes in Nentershausen tatsächlich 100.000 Euro an Steuergeldern ausgegeben werden? Für die SPD sind die dafür erhofften Zuschüsse ein Segen, die CDU warnt dagegen vor einer gefährlichen Verlockung.

Vor allem in dieser Frage schieden sich die Geister in der jüngsten Sitzung des Parlaments bei der Debatte um den Entwurf des Haushaltsplans 2014. Der Platz unterhalb der Tannenberghalle wird in Nentershausen meist „Festplatz“ genannt. Dort muss einiges saniert werden: Der Holzzaun ist verfault. Auch die Abwasserleitungen müssen neu gemacht werden. Sie sind nach Angaben von Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) oft verstopft. Ein Problem sei auch der Stromanschluss.

Die Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei 100.000 Euro. Die Gemeinde müsste davon einen Anteil von 28.000 Euro übernehmen. 72.000 Euro Zuschuss erhofft sie sich aus dem Förderprogramm Stadtumbau West. Das Bund-Land-Programm soll dem demografischen Wandel entgegenwirken.

„Bei allen notwendigen drastischen Sparmaßnahmen müssen wir aufpassen, dass wir unsere Gemeinde nicht verkommen lassen“, betonte Gerald Hosbach (SPD). „Wir sollten das Fördergeld in Anspruch nehmen, da es zur Verfügung steht.“.

Der Haushalt zeige zu wenige konkrete Ansätze, die Einhaltung des Abbaupfades durch echte Einsparungen zu erreichen, betonte dagegen Andreas Noll, einer der beiden Fraktionschefs der CDU. Exemplarisch dafür nannte Noll die geplante Umgestaltung des Festplatzes. Dort seien 100 000 Euro eingeplant, obwohl lediglich eine Zaunanlage und eventuell ein Elektroanschluss in Stand zu setzen seien. Man sei erneut auf dem Weg, der Verlockung eines möglichen Zuschusses zu Erliegen, ohne sich Gedanken über die Finanzierung des Gemeindeanteils zu machen.

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Von René Dupont

Quelle: HNA

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