Ganz Bosserode feierte 50-jährige Beziehungen mit Sontraer Fanfarenzug

Ein Fest der Freundschaft

Fröhliche Gemeinschaft: Unser Bild zeigt das Bosseröder Kirmeskomitee und Fanfarenzugmitglieder mit den unterschiedlichen Uniformmoden. Fotos: Apel

Bosserode. Vieles im Leben ist Zufall. Manches hält ein Leben lang. Für die weit und breit einmaligen, freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Bosseröder Kirmeskomitee und dem Sontraer Landsknechtsfanfarenzug gilt das eine wie das andere.

Beide Gruppen sind seit 1963, als der 1958 gegründete Fanfarenzug der Sontraer Siedlergemeinde erstmals für die „Bussereer Kermes“ engagiert wurde, so eng und ohne ein Jahr Unterbrechung miteinander „verheiratet“, dass übers Wochenende ein großes Fest gefeiert wurde. Mit dem Eisenacher Fanfarenzug, dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Sooden-Allendorf, dem Spielmanns- und Fanfarenzug aus Weißenborn, der Obersuhler Blasmusik und einem überaus unterhaltsamen Festkommers am Samstagabend.

Mit innovativen Ideen

„Wir sind immer gern und ohne dass jemals ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen worden wäre, zu Euch gekommen!“, betonten Norbert Knierim, der Vorsitzende, und Jürgen Meister, der Ehrenvorsitzende des Sontraer Fanfarenzuges. Meister hat all die Jahre aktiv mitgestaltet. Immer wieder unterstrich er aus tiefstem Herzen, wie wunderbar es ist, dass die Gemeinschaft stiftende Bosseröder Kirmes bis heute von traditionsbewussten jungen Leuten getragen, mit innovativen Ideen am Leben erhalten wird, und dass die Sontraer Musikanten dazu eingeladen werden.

Zusammen mit Ortsvorsteher und Alt-Kirmesbursche Armin Körzell nahm Meister das in der mit historischen Kirmesplakaten, -Schlipsen und -Polo- und T-Shirts liebevoll geschmückten Mehrzweckhalle begeistert mitgehende Publikum mit auf Zeitreise. Für insgesamt fünf Dekaden präsentierten die drei Protagonisten Festzugfotos, Schlager und jede Menge unterhaltsame Geschichten. So auch die von Alt-Kirmesvater Rolf Gärtner erzählte, der davon berichtete, wie in den Achtzigern eine Kirmesgesellschaft über eine Stunde lang „An der Nordseeküste“ sang und wie der „niedergesungenen“ Kapelle nichts anderes übrig blieb, als zum Schnitzelessen zu gehen. Mitglieder des Fanfarenzuges zeigten, wie sich ihre Uniform gewandelt hat: von der schwarzen Hose mit dem weißen Hemd über die erste Uniform aus „Manchester-Stoff“ bis hin zur aktuellen blau-weißen Tracht.

Freundschaftsgläser

Natürlich gab es auch Geschenke zur „Goldenen Hochzeit“. Die Sontraer hatten für fast alle ein Freundschaftsglas mitgebracht. Die Kirmesburschen revanchierten sich mit einem originellen Gedicht und einer funkelnagelneuen Fanfare. Die Vertreter der Kommunen überreichten Geldgeschenke und für die Kirchengemeinde hatte Pfarrer Winfried Schiel eine von seiner Frau Ruth kreierte Jubiläumstorte dabei.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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