Ferienspaß in Rotenburg: Auf einem Floß quer durch das Freibad

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Spaß auf dem Wasser: Kinder toben auf dem selbstebauten Floß im Freibad. Das kleine Bild zeigt Teilnehmer Nicklas und Betreuer Daniel Becker beim Zusammenbau. Fotos: Meyer

Adrian, Lena und Till fühlen sich wie Piraten oder Schiffbrüchige, als sie aus Brettern, Leinen und schwarzen Reifenschläuchen Flöße bauen, um damit ins Freibad-Wasser zu stechen. Abenteuerlich war für die Kinder die Ferien-Aktionswoche in Rotenburg, die erstmals von frisch ausgebildeten Jugendgruppenleitern mitorganisiert wurde.

Rotenburg. Eigentlich sollten die großen, selbst gebauten Flöße am Donnerstag Vormittag die Fulda vom Storchensee aus hinab schwimmen. Dass Eilert Bretting vom Event-Veranstalter German Quest die Aktion angesichts des erhöhten Fuldapegels für zu gefährlich erklärt und ins Rotenburger Freibad verlegt hatte, tat dem Spaß keinen Abbruch. Um elf Uhr am Donnerstag stürzten sich die Kinder dort auf die Arbeit, pumpten mit viel Mühe die großen Schläuche auf, sortierten sie in Reih’ und Glied und vertäuten sie mit Brettern. Die richtigen Knoten hatten sie zuvor gelernt.

Die 16-jährige Sandra Steiner aus Rotenburg gehört zu den acht jungen Leuten, die sich in diesem Jahr im Programm „Juleica“ zu Jugendgruppenleitern haben ausbilden lassen. Über ein halbes Jahr war sie in Theorie und Praxis an verschiedenen Lernorten, etwa der Schule, dem Haus der Jugend oder der Martin-Luther-Kirche geschult worden. Dass die acht frisch ausgebildeten Jugendgruppenleiter die Aktionswoche maßgeblich planten, nennt Markus Paul vom Haus der Jugend „ein Pilotprojekt“.

„Mit Kindern zu arbeiten ist nett“, findet die 16-Jährige. Nützlich war für sie beispielsweise zu lernen, wie man Kinder kurzfristig und ohne besonderes Spielmaterial beschäftigen und begeistern kann.

In der Aktionswoche war sie verantwortlich für den Dienstag: Eine auf GPS-Ortung und Smartphone basierende Schatzsuche rund um die Braacher Wartenberghütte hatte sie organisiert und im Wald Gummibärchen versteckt. Im Freibad brauchte sie sich um die Beschäftigung der Kinder keine Sorgen zu machen. Als die Flöße endlich zu Wasser gelassen wurden, gab es kein Halten mehr.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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