Feldjäger-Dienstkommando bleibt bis 2016 in Rotenburg

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Der Neue und seine Truppe: Hauptmann Henrik von Kannen (links) hat am Montag das Kommando über die vierte Kompanie des Feldjägerbataillons 251 übernommen. Das Dienstkommando ist als Militärpolizeistation für Hessen zuständig.

Rotenburg. Das Feldjägerdienstkommando in Rotenburg hat einen neuen Chef. Hauptmann Henrik von Kannen hat am Montag in Anwesenheit von Bataillonskommandeur Oberstleutnant Michael Flüchter die Leitung der 4. Feldjägerkompanie von Major Marcus Rettinghaus übernommen.

Von Kannen führt die 38. Kompanie nun bis zum Umzug aus der Alheimer-Kaserne nach Fritzlar.

Seit 2009 sind Feldjäger in der Alheimer-Kaserne. Nun bereiten sie sich langsam auf den Umzug nach Fritzlar vor. „Wir haben uns gerade eingerichtet, fühlen uns wohl, und schon geht’s auf zu neuen Ufern“, sagt Major Marcus Rettinghaus.

Der 35-Jährige hat das Kommando der vierten Kompanie an den ein Jahr älteren Hauptmann Henrik von Kannen übergeben. Während Rettinghaus in die Feldjägerausbildung wechselt, hat von Kannen den Auftrag, das Dienstkommando, die für Hessen zuständige Militärpolizeistation, bis zum Umzug zu führen. Der kommt laut Oberstleutnant Michael Flüchter erst 2016. Zuvor müssen in Fritzlar noch Gebäude für die besonderen Sicherheitsanforderungen der Feldjäger umgebaut werden. „Davon sind wir einfach abhängig“, sagt Flüchter.

Er ist noch bis Oktober Kommandeur des Bataillon 251, wenn die Feldjägertruppe neu geordnet wird. Die Rotenburger Ausbildungskompanie wird zum Jahresende aufgelöst (wir berichteten), die vierte Kompanie geht in einem neuen Regiment auf. Neu aufgestellt wird sie aber erst zum Umzug, wobei der personelle Kern erhalten bleibt. „Das ist für die Soldaten toll, die sich hier niedergelassen haben“, sagt Flüchter. Der aus Münster stammende von Kannen, der mit Frau und Tochter in Göttingen lebt, ist gerade auf der Suche nach einer Pendlerwohnung in Rotenburg.

Viele Auslandseinsätze

Seine neue Kompanie zählt 120 Soldaten. Fünf davon sind im Auslandseinsatz in Afghanistan und vor Somalia. „Es gab während meiner vier Jahre als Kompaniechef nur einen Tag, an dem alle Soldaten in Deutschland waren“, sagt Rettinghaus im Rückblick.

Die Feldjäger seien kein reiner Ordnungsdienst mehr, sondern erfüllten für die Bundeswehr die gleichen Aufgaben wie die Polizei. „Jeder ist auf ein Gebiet spezialisiert“, sagt Rettinghaus. Die einen fungieren als Personenschützer, andere sind als Ermittler in Spurensicherung und Befragung ausgebildet. Die Abfertigung von Flugzeugen gemäß der Luftsicherheit gehört ebenso zu den Aufgaben wie das Führen von Sprengstoff- und Drogenhunden.

Viel Freude habe Rettinghaus der vierte Zug bereitet, der wie die Bereitschaftspolizei auf den Umgang mit Massendemonstrationen und Unruhen spezialisiert ist. Er wird demnächst aufgelöst, aber die Soldaten mit ihren Spezialfähigkeiten bleiben der Truppe erhalten.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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