Fehling scheitert mit Intendanten-Kündigung

Magistrat will Festspiel-Streit in weiterem Gespräch beilegen

Bad Hersfeld. Der Versuch von Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, im Magistrat eine Mehrheit für die vorzeitige Kündigung von Festspiel-Intendant Holk Freytag zu erreichen, ist am Montagabend gescheitert.

Auch Fehlings alternativer Vorschlag, dass ein anderes Magistratsmitglied als er selbst die Verantwortung für die Festspiele übernehmen solle, fand keine Mehrheit. Anlass für die Anträge des Bürgermeisters war eine Presseerklärung Freytags aus der vergangenen Woche, in der er Fehling vorgeworfen hatte, seine Arbeit zu behindern und damit die Ausrichtung der Festspiele 2014 zu gefährden (unsere Zeitung berichtete). Fehling wiederum machte im Magistrat deutlich, dass er Versäumnisse in Sachen Arbeitszeiten und Arbeitsschutz nicht akzeptiere und klare Aussagen seitens des Intendanten erwarte, wie diese Schwachstellen beseitigt werden.

„Ich werde keinen Arbeitsvertrag mehr unterzeichnen, solange die seit Monaten bekannten offenen Punkte nicht überzeugend gelöst sind. Mein Vertrauen in den Intendanten ist inzwischen komplett erloschen“, erklärt Fehling in einer Pressemitteilung.

Der Magistrat, in dem SPD, Grüne und FWG wie in der Stadtverordnetenversammlung über eine Mehrheit verfügen, entschied jedoch, dem Intendanten die offenen Punkte nochmals schriftlich zukommen zu lassen und ihn zu einem Gespräch in eine der nächsten Magistratssitzungen einzuladen.

Fehling dazu: „Sollte Herr Freytag diese allerletzte Chance nicht nutzen, so kommen wir nicht umhin, das Bühnenschiedsgericht einzuschalten.“

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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