Genossenschaftsmitglieder und Lehrer testeten Elektroauto in Rotenburg

Fast lautlos durch die Stadt

Lautloser Motor: Lehrern der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule stand eine Woche lang ein Elektroauto zur Verfügung. Andreas Grunwald zählte zu den Testfahrern. Foto: Meyer

Rotenburg. Seltsam findet Andreas Grunwald den Moment, wenn er den Zündschlüssel dreht. Kein Brummen, keine Vibration - nur ein kurzer Piepton verrät, dass er den Motor gestartet hat. Die Rotenburger Energiegenossenschaft Genoscolar hat vom Energieunternehmen Eon ein Elektroauto geliehen, das Genossenschaftsmitglieder und Lehrer der Jakob-Grimm-Schule neun Tage lang probefahren durften.

Als Vorstandsmitglied der Genossenschaft zählte auch Lehrer Andreas Grunwald zu den Testfahrern. „Wir haben das Gefühl, über die Energiewende wird viel gesprochen und in den Medien hört man viel von E-Mobilität“, erklärt Grunwald die Aktion. „Aber die Leute haben wenig Erfahrung mit Elektroautos.“ Über 20 Fahrerinnen und Fahrer testeten das Fahrzeug, rollten fast lautlos durch Rotenburg und über Landstraßen und staunten über die enorme Beschleunigungskraft.

„Ein E-Auto macht ökologisch gesehen nur dann Sinn, wenn es mit Strom aus ökologischen Quellen gespeist wird“, erklärt Manfred Ringer, Physiklehrer und ebenfalls Vorstandsmitglied der Genoscolar. Elektrofahrzeuge könnten sich aber sogar zu einem wichtigen Baustein der Energiewende entwickeln. Die meisten Autos würden wenig bewegt, erklärt Ringer. Die Batterien in geparkten Autos könnten dann geladen werden und in großer Zahl als ideales Speichermedium für ökologisch erzeugten Strom dienen.

Auto für Physikunterricht

Grunwald rechnet damit, dass der Preis eines Elektroautos – der Testpeugeot kostet 28 000 Euro – auf Dauer sinken wird.

Es wäre denkbar, dass die Schule dann ein Auto kaufe und den Lehrern zur Verfügung stelle, die zwischen Förderstufengebäude und dem Standort an der Braacher Straße pendeln, so Grunwald. Außerdem könne das Fahrzeug im Physikunterricht genutzt werden. (zmy)

Quelle: HNA

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