Stadt Bebra will Konzept zur Familienfreundlichkeit umsetzen – alle dafür

Neues Konzept der Stadt Bebra: Familie steht im Zentrum

Dank für über 20 Jahre Ehrenamt in den städtischen Gremien: von links Bürgermeister Horst Groß, Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner, Wilfried Möller (Ortsbeirat Breitenbach), Liane Ursprung-Hollstein (OB Asmushausen), Horst Taube (Ehrenstadtverordneter) , Udo Eckhardt (OB Gilfershausen) , Günther Hobert (Ehrenortsvorsteher), Bernd Holzhauer (Ehrenstadtverordneter), Eugen Claus (Ehrenortsvorsteher Braunhausen), vorn rechts Ehrenortsvorsteher Uwe Lindemann mit Lebenspartnerin Renate Funkner sowie dahinter Ehrenstadtrat Helmut Blackert mit seiner Frau Erika. Nicht auf dem Foto ist Helmut Claus (10 Jahre Ortsbeirat). Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Ein familienfreundliches Bebra liegt ausnahmslos allen Stadtverordneten Bebras am Herzen. Einmütig stimmten sie am Donnerstagabend dem Konzept zu, das unter dem Titel „Miteinander in Bebra“ in zwei Workshops unter Leitung von Ellen Ehring (Alheim) erarbeitet worden ist.

Beschlossen wurde auf Vorschlag der SPD-Fraktion, dass nun der Ausschuss für Soziales das Leitbild Familienfreundliches Bebra von 2008 auf der Basis der Vorschläge im Konzept konkretisieren soll. Außerdem sollen die Handlungsempfehlungen nach ihrer Bedeutung geordnet und geklärt werden, in welcher Reihenfolge es in den nächsten Jahren weitergehen könnte. Der Magistrat soll auch, wie im Konzept vorgeschlagen, dafür sorgen, dass der Prozess in einer Art Familienforum begleitet und gefördert und das Parlament mindestens einmal pro Jahr informiert sowie eine Art Geschäftsführung eingesetzt wird.

Gute frühkindliche Bildung

Ellen Ehring hatte das Konzept noch einmal vor dem Parlament erläutert. Sie sprach von einer super Basis bezüglich frühkindlicher Bildung in Bebra. Es müsse genau geschaut werden, wofür die Stadt Geld ausgibt, betonte Ehring. Es gehe bei Familienfreundlichkeit um einen Prozess, den man achtsam begleiten müsse. Dabei sei der Familienbegriff weit gefasst und umschließe ein Miteinander, Fürsorge und Pflege.

Vieles koste nicht viel Geld, erklärte Gerhard Schneider-Rose, SPD-Fraktionsvorsitzender. Das Konzept berge eine Menge Potenzial. Jedoch müsse man wissen, wer wofür den Hut aufhabe – daher der SPD-Änderungsantrag, den alle in der von Herbert Börner geleiteten Sitzung befürworteten. Thorsten Bloß begrüßte, dass das Augenmerk auf die Familie insgesamt gerichtet werde, bezweifelte aber, dass das Ganze nicht viel Geld kosten werde. Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra) hingegen wollte den Kosten auch die langfristigen Erträge gegenüberstellen. Er sprach vom Alleinstellungsmerkmal Familienfreundlichkeit.

Die Bevölkerungszahlen Bebras in den vergangenen Jahren vermisste Klaus Reifschneider (FWG) in dem Konzept. Er sagte, Bebra verzeichne einen bedeutenden Bevölkerungsverlust. Lothar Knoth (SPD) kritisierte die steigende Zahl von Minijobs, mit denen man keine Familie ernähren könne. Das Konzept Familienfreundlches Bebra haben wir in unserer Ausgabe vom Donnerstag vorgestellt.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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