Falschmeldungen über Kinderfänger machen auch im Landkreis die Runde

Hersfeld-Rotenburg. Die Polizei warnt vor Falschmeldungen im Internet über angebliche Kinderfänger und Organhändler. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg machen diese Warnungen, die per Facebook und WhatsApp verbreitet werden, bereits die Runde.

Die Polizei warnt aber vor unbegründeter Panikmache. „Uns liegen keinerlei Hinweise vor, dass tatsächlich Kinderfänger unterwegs sind“, sagt der Sprecher der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, Manfred Knoch. Er rät, entsprechende Warnungen, die über das Internet verbreitet werden, nicht unhinterfragt weiterzuleiten.

Auch die Polizei in Kassel hat keine Hinweise, dass diese Meldungen wahr sind, sagt der Kasseler Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Im Internet könne man verfolgen, wie sich diese Nachrichten bundesweit verbreiten. Das Problem sei, dass gutgläubige Menschen sie ohne Prüfung auf den Wahrheitsgehalt in Kettenbriefmanier in den neuen Medien weiterleiten, in Wahrheit aber zur Panikmache beitragen würden.

Eine Kasseler Schule hat nach Hinweisen besorgter Eltern per Brief davor gewarnt, dass Kinder angeblich von Fremden angesprochen würden. Die Schulleitung kann aber nicht bestätigen, dass es solche Vorfälle tatsächlich gegeben hat. (use/mcj)

Quelle: HNA

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