GDL: Für Pendler wird es teurer

Fahrplanwechsel: Gewerkschaft warnt vor "Mogelpackung"

Bad Hersfeld/Bebra. Die Ortsgruppe Bebra der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sieht dem bevorstehenden Fahrplanwechsel im Dezember 2013 mit gemischten Gefühlen entgegen.

Während im Nahverkehr "alles beim Alten" bleibe, seien die Änderungen im Fernverkehr mit dem ICE-Anschluss umfangreicher.

"Die von vielen Politikern als Qualitätsrückschritt und Imageverlust für die Region bezeichnete Umstellung auf InterCity-Züge hatte jedoch den Effekt, dass die Monats- und Jahreskarten erheblich günstiger waren", erklärt Thomas Mühlhausen, Vorsitzender der GDL-Ortsgruppe Bebra. "Wollen die Pendler auf der Strecke von Bad Hersfeld nach Frankfurt auch künftig zu den Zeiten fahren, in denen heute die InterCity verkehren, verteuert sich die Monatskarte von 308 auf 361 Euro, die Jahreskarte von 2926 auf 3430 Euro", rechnet Mühlhausen vor.

Nur die Hälfte wert

Für die GDL ist dies eine klare Mogelpackung für die Pendler: "Die teure ICE-Zeitkarte ist nur die Hälfte der Mehrkosten wert, denn die meisten der Betroffenen werden auch künftig für die Fahrt nach Frankfurt die Verbindung um 6.18 Uhr ab Bad Hersfeld wählen", sagt Mühlhausen. Und diese werde eine InterCity-Verbindung bleiben. Die eingesetzten Wagen dieses Zugpaares hätten in den vergangenen Wochen für einiges Aufsehen gesorgt, da die Waggons ihre Inneneinrichtung in den 1980er Jahren erhalten und seitdem keine Modernisierung erfahren hätten. "Die osthessischen Pendler haben denselben Anspruch wie alle anderen Fahrgäste, dass ihre Waggons sauber, pünktlich, modern und dem Bedarf entsprechend verfügbar sind", fordert Mühlhausen.

Fahrräder sind verboten

Zudem sieht Mühlhausen Nachteile für den lokalen Tourismus: "In den InterCity konnten auch Fahrräder in speziellen Waggons mitgenommen werden, in den ICE ist dies verboten."

Keine Änderungen ergeben sich für Bebra, denn dort bleibe die ICE-Verbindungen am Morgen nach Dresden und am späten Nachmittag nach Düsseldorf ebenso erhalten wie die morgendliche InterCity-Verbindung nach Düsseldorf und abends zurück nach Leipzig. (pgo)

Quelle: HNA

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