Örtliche Gruppen dienen immer öfter als Diskussionsforum

Facebook wird im Kreis immer populärer

Hersfeld-Rotenburg. Ortsbezogene Gruppen erfreuen sich auf Facebook wachsender Beliebtheit. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg schließen sich immer mehr Menschen einer Gruppe im sozialen Netz an, die sich um ihren Wohn- oder Heimatort dreht. Diese Gruppen dienen zum Austausch von Neuigkeiten, aber zunehmend auch für Diskussionen darüber, was die Einwohner vor Ort bewegt.

Die aktuell größte Ortsgruppe im Kreis mit 2651 Mitgliedern stammt aus Bebra. „Du weißt, du kennst Bebra, wenn du früher …“ war ursprünglich dazu gedacht, um in Erinnerungen an das frühere Bebra zu schwelgen, sagt der Gründer Jens Romahn. Die Nostalgie ist inzwischen in den Hintergrund getreten, dafür wird über aktuelle Themen wie die Pläne für den Bahnhof kontrovers diskutiert. „Man kann gut sehen, was in Bebra ankommt und was nicht“, sagt Romahn.

Ähnlich kontrovers geht es in den Gruppen „Heringen-Gerüchte“ (1569 Mitglieder) und „Rotenburger Bornschisser“ (1034) zu. Die Mitglieder teilen Informationen, stellen Gerüchte zur Diskussion und beziehen Stellung. Als im Herbst ein Streit um mehrere Kinderspielplätze in Rotenburg entbrannte, war Facebook eine der wichtigsten Diskussionsplattformen.

Axel Rode hat erst am 14. Dezember eine Gruppe für Hauneck gegründet. Binnen einer Woche wuchs die Fanschar von „Hauneck-News“ auf 185 – Tendenz steigend. Der Gründer hofft, dass die Gruppe als Plattform dient, um Helfer für Vorhaben in der Gemeinde zu finden. „Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht“, sagt Rode.

Aber nicht alle Gruppen haben eine ausgeprägte Debattenkultur. Bei „Wir sagen Nein zur Windkraftanlage Wehneberg Bad Hersfeld“ (956 Mitglieder) werden thematisch passende Medienberichte verbreitet. Diskussionen finden fast nicht statt. Hintergrund,

Zum Tage, Seite 2

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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