Gemeinde "Breitenbach an der Fulda"

Neue Ära: Jetzt wird aus drei eins

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Kirche in Breitenbach

Breitenbach. Mit dem Neujahrstag beginnt für die evangelischen Kirchengemeinden in Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf eine neue Ära. Alle drei Gemeinden schließen sich zusammen zu einer Gemeinde:

Sie trägt den Namen "Evangelische Kirchengemeinde Breitenbach an der Fulda". Fusion und Name der neuen Gemeinde wurden vom Landeskirchenamt genehmigt.

Für Axel Nolte, seit 2008 Pfarrer aller drei Gemeinden, ist die Fusion die logische Konsequenz einer längeren Entwicklung. "Wir sind seit sehr langer Zeit ein Kirchspiel mit einem gemeinsamen Pfarrer", erläutert er. Seit acht Jahren bilden die drei Gemeinden mit zusammen knapp 1500 Gemeindegliedern außerdem einen Gesamtverband und arbeiten in allen Bereichen des kirchlichen Lebens eng zusammen. "Ziel der Fusion ist es, die kirchlichen Strukturen den sich verändernden Bedingungen unserer Zeit anzupassen, um auch zukünftig die Aufgaben der evangelischen Kirche in unseren Dörfern erfüllen zu können."

Neben Gottesdiensten in allen drei Kirchen gehörten hierzu die Unterstützung der Kirchenmusik sowie aller gemeindlichen Gruppen. Außerdem müssen die Kirchengebäude und das Gemeindehaus in Stand gehalten werden, erklärt der Pfarrer.

Im Gemeindealltag wird sich laut Axel Nolte nichts ändern. Die im September neu gewählten Kirchenvorstände bleiben im Amt und werden künftig gemeinsam tagen und beschließen. "Wir hätten im Kirchenvorstand für alle drei Orte Ausschüsse bilden können. Darauf haben wir aber bewusst verzichtet."

Die Verhandlungen im Vorfeld der Fusion, die von einem Ausschuss vorbereitet wurden, seien sehr harmonisch verlaufen. Alle Beschlüsse dazu in den Kirchenvorständen wurden einstimmig gefasst. Die beiden kleineren Kirchengemeinden haben sich laut Nolte sehr entgegenkommend gezeigt. Blankenheim und Lüdersdorf mussten bei der Namensgebung für die neue Gemeinde auf die Nennung ihrer Orte verzichten, weil eine Aneinanderreihung der Ortsnamen nicht zulässig ist. Für den Namen "Breitenbach an der Fulda" entschied man sich, weil der Ort bereits Namensgeber für das Kirchspiel war und man auch weiterhin erkennen sollte, wo diese Gemeinde liegt, erklärt der Pfarrer.

Der neuen Kirchengemeinde bringt die Fusion den Vorteil, einige Zeit lang höhere Kirchensteuerzuweisungen zu bekommen. Für den Pfarrer bedeutet sie Zeitersparnis, weil er Themen, die alle drei Orte betreffen, nicht mehr in drei Kirchenvorstandssitzungen ansprechen muss. Auch die Sitzungen des Gesamtverbandes, die zusätzlich zu den Kirchenvorstandssitzungen stattfanden, entfallen.

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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