Erntebilanz Hersfeld-Rotenburg: Verregnetes Wetter macht Ernten teurer

Guter Ertrag: (von links) Anke Roß, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Landwirt Hartmut Nuhn und Friedhelm Diegel, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, waren mit der Ernte auf einem Maisfeld bei Bodes zufrieden. Foto: Hildebrand

Hersfeld-Rotenburg. Die Bauern im Landkreis Hersfeld-Rotenburg blicken zum Ende der Erntesaison auf ein schwieriges Jahr zurück. Der Grund dafür waren die ergiebigen Regenfälle im Sommer, die die Felder aufweichten und dafür sorgten, dass diese Flächen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht befahrbar waren.

„2014 hatten wir wirklich extreme Wetterverhältnisse. Sowas habe ich in den letzten 20 Jahren nicht erlebt“, sagt Friedelm Diegel, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Hersfeld-Rotenburg. Demnach habe der Regen die Ernte in den vergangenen Monaten mehrfach unterbrochen. Das führte dazu, dass es aktuell mehrere Flächen im Kreis gibt, auf denen noch Getreide steht. „Das kann aber nicht mehr geerntet werden, da mittlerweile die Qualität nicht mehr stimmt“, erklärt Diegel.

Laut Hartmut Nuhn, einem Landwirt aus dem Haunecker Ortsteil Bodes, habe der Ertrag nicht unter dem verregneten Sommer gelitten. „Der Mais ist in diesem Jahr extrem gut gewachsen, auch der Ertrag beim Getreide war gut. Zumindest dort, wo es geerntet werden konnte“, erzählt er.

Trotzdem sei 2014 aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein schlechtes Jahr für die Bauern im Landkreis. Der Grund: Obwohl der Ertrag gut war, musste bei der Ernte laut Nuhn ein großerAufwand betrieben werden: „Geerntetes Getreide war oftmals nass und musste getrocknet werden.“ Das habe enorme Kosten versucht. Auch die ständigen wetterbedingten Unterbrechungen bei der Ernte kosteten Zeit und Geld.

„Wirtschaftlich gesehen lief das Jahr 2014 schlechter als die vergangenen Jahre“, bestätigt Friedhelm Diegel. Daher reagiert er auch5 mit Unverstädnis darauf, dass die Ernte im Frühjahr von landwirtschaftlichen Verbänden vorzeitig als gut bezeichnet wurde: „Damit sollte man aber lieber warten, bis alle Felder abgeerntet sind.“

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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