Rotenburger Wehren zogen Bilanz – zum Teil spektakuläre Brände

Im Ernstfall leistungsstark

Auf einen Blick: Treue und verdiente Feuerwehrkameraden wurden in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Rotenburg im Bürgersaal vom Kurhessisch-Waldeckischen Feuerwehrverband und dem Land Hessen geehrt – hier zusammen mit den Vertretern der Feuerwehren und kommunalen Gremien. Foto: Vöckel

Rotenburg. „Wir haben in die richtige Ausrüstung und Technik investiert.“ Für den Rotenburger Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut hat sich das beim spektakulärsten Feuerwehreinsatz des Vorjahres gezeigt: der Explosion und dem Brand eines Wohnhauses am Platz auf der Hochmahle in Rotenburg.

Durch das Verteilen von Sonderaufgaben auf die Stadtteilwehren sei der Einsatz und die Brandbekämpfung in ruhigen und routinierten Schritten abgearbeitet worden. Dass die Feuerwehren in den Stadtteilen hoch motiviert und leistungsstark sind, hätten sie auch beim Gebäudebrand in Erkshausen bewiesen. Der entstandene Schaden sei durch den vorbildlichen Einsatz auf das Stallgebäude begrenzt worden, sagte der Stadtbrandinspektor in der Jahreshauptversammlung der Rotenburger Feuerwehren am Freitag im Bürgersaal.

Dank der guten Ausbildung und der Ausrüstung sei es der Feuerwehr auch gelungen, den Gebäudebrand in der Hospitalgasse in Rotenburg zu löschen. Insbesondere die Feuerschutzkleidung habe dazu beigetragen, dass sich die Atemschutzgeräteträger nicht verletzten.

Brisant war nach den Worten von Fleischhut die Lage bei einem Kellerbrand in der Webergasse. Der Brand war in der Mittagszeit mit „Menschenleben in Gefahr“ gemeldet worden. Aufgrund der Personalsituation tagsüber standen nicht sofort genügend Einsatzkräfte zur Verfügung. Deshalb musste in der Anfangsphase improvisiert werden. Das ging zu Lasten der Feuerwehrleute. Sie brachten sich durch ihr Handeln selbst in Gefahr, berichtete der Stadtbrandinspektor.

Die Sicherstellung des Brandschutzes in der Zeit von 6 bis 18 Uhr ist seiner Ansicht nach ein immer größer werdendes Problem, bedingt durch das Arbeitsplatzangebot im gesamten Stadtbereich. Fleischhut forderte Abhilfe durch das Einstellen von jüngeren Feuerwehrkameraden in die städtische Verwaltung, des Bauhofes und der Stadtwerke. Bei gleicher Qualifikation sollten Feuerwehrleute bevorzugt eingestellt werden. Das müsste im Interesse der Stadt sein, um die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten.

Für dieses Jahr kündigte der Stadtbrandinspektor die Beschaffung eines Gerätewagens Logistik an. In Erkshausen werde zudem eine Fahrzeughalle an das Feuerwehrgerätehaus angebaut.

„Die Bevölkerung kann sich auf ihre Feuerwehr verlassen.“ Bürgermeister Christian Grunwald lobte die Ausbildung und Einsatzbereitschaft der Rotenburger Brandschützer. Trotz Schutzschirms werde bei der Feuerwehr nicht gespart, versicherte der Bürgermeister.

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Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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