Erlebniswanderweg Quincunx: Unterwegs mit Ausblick

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Der Erste Stadtrat Albert Fernau (Vierter von rechts) eröffnete den Quincunx auf der Hohen Buche zusammen mit Peter Schweitzer (von links), Otto Schmidt, Jens Mohr, Siegrid Wetterau, Günther Hobert, Janina Hoffmann, Stefan Knoche, Michael Lehn, Ursula Roller, Horst Groß, Friedhelm Claus und Herbert Börner.

Solz. 370 Gäste kamen zur Eröffnung des Erlebniswanderweges Quincunx auf die Hohe Buche bei Solz.

Die schöne Aussicht, kühle Getränke und gutes Essen zogen viele Besucher zur Eröffnung des Erlebniswanderweges Quincunx auf die Hohe Buche bei Solz. „Genau 370 Gäste waren heute beim Fest auf dem Hackedörnchen, darunter viele Wanderer“, freute sich der Solzer Ortsvorsteher Friedhelm Claus. 100 Besucher kamen gleich zum Gottesdienst des Kirchspiels. Danach unterhielt Olmrausch Günni die Besucher beim Frühschoppen.

„Die Quincunx-Wanderwege sind schon ein tolles Projekt“, stellte der Solzer Ortsvorsteher im Zwiegespräch bei der offiziellen Eröffnung mit seinem Ibaer Amtskollegen Günter Hobert fest. Die gute Idee habe sein Vorgänger Georg Reuß gehabt. Claus bedauerte, dass er nun nicht mehr dabei sei.

Gut mitgearbeitet hätten freiwillige Helfer der fünf Bebraer Stadtteile Braunhausen, Gilfershausen, Iba, Imshausen und Solz, die der Erlebniswanderweg verbindet. Günther Hobert: „Ich hoffe nur, dass der Bürgermeister nicht annimmt, die fünf Bergdörfer wollen sich nach der Gebietsreform 1972 jetzt wieder selbstständig machen.“ Finanziell sei es für die Stadt ja nicht sehr aufwändig gewesen. Das Projekt Quincunx sei mit 75 Prozent aus dem Leaderprogramm gefördert worden. Für diese Unterstützung bedankten sich die Ortsvorsteher bei Siegrid Wetterau vom Leader-Regionalforum.

Diese Anerkennung wurde auch Stefan Knoche und Michael Lehn von der Stadtentwicklung Bebra zuteil. Beide hätten sich für die Verwirklichung des Projekts mächtig ins Zeug gelegt. Das treffe auch auf die Mitarbeiter des Bauhofes zu. „Zeit heilt wunden“, stellte Friedhelm Claus fest. Vor 50 Jahren sei es undenkbar gewesen, Solz über Imshausen mit Gilfershausen zu verbinden: „Ich denke nur an die Fußballderbys zwischen dem FC Gilfershausen dem SV Eintracht Solz.“ Sollten sich heute Gruppen aus den Orten treffen, hoffe er nur, dass es nicht zu einer Feldschlacht kommt.

Offiziell eröffnet wurde der Quincunx-Erlebniswanderweg vom Ersten Stadtrat Albert Fernau. Mit Blumen bedankte sich Stefan Knoche für die Unterstützung bei Siegrid Wetterau vom Leader-Regionalforum. Als eine Chance für die Region bezeichnete Dieter Gothe vom Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) die Anlage der neuen Wanderwege. Er bot Führungen auf den neuen Anlagen und dem Biotop Kalkmagerrasen an der Hohen Buche an.

Verbunden mit der Eröffnung war eine Ausstellung mit Sehenswürdigkeiten und historischen Entwicklungen in den fünf Ortschaften am Quincunx-Erlebniswanderweg in der Gaststätte Hohe Buche.

Viel Andrang herrschte auch beim Hoffest auf dem Tannenhof oberhalb von Imshausen, wo Feldarbeit mit Pferden demonstriert wurde. Leider fing es bei der Kartoffelernte an zu regnen. Kräuterführungen und vieles mehr wurden geboten. Der Gospelchor Bebra und die Malembe-Trommler unterhielten die Besucher auf dem Tannenhof, der für 25 Jahre Bioland-Betrieb ausgezeichnet wurde.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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