Nichts dran an Gerüchten um Schließung

Erlebnisbergwerk in Merkers bleibt

Merkers. „Auch nach dem Ende der Verwahrarbeiten in der ehemaligen Kaligrube Merkers wird das inzwischen weit über die Region hinaus bekannte Erlebnisbergwerk Merkers für Besucher geöffnet sein. In den vergangenen Wochen machte das Gerücht die Runde, dass es aus Kostengründen schließen müsse, wenn die Kumpel unter Tage, die derzeit Teile der Bergwerkes sichern, hier nicht mehr dieser Arbeit nachgehen müssen.

Noch etwa 30 Jahre Abbau

„Es wird überhaupt nicht daran gedacht, das Erlebnisbergwerk zu schließen“, erklärte der Pressesprecher des Unternehmens K+S, Ulrich Göbel, auf Nachfrage. „Solange wir den Schacht Merkers für die Kaligrube Unterbreizbach benötigen, wird auch das Erlebnisbergwerk in seinem Bestand gesichert sein und nicht zur Disposition stehen.“ Nach jetziger Lage der Dinge reichen die Unterbreizbacher Kali-Lagerstätten noch für 20 bis 30 Jahre Düngerproduktion. „Wir können also wirklich alle Zweifler beruhigen“, sagte Göbel. Der Schacht Merkers sei für Unterbreizbach nicht nur bezüglich der Wetterführung, also der Frischluftversorgung, wichtig, sondern auch als Transportschacht für größere Güter. Außerdem werde die gesamte Sprengstoffzufuhr für die Grube Unterbreizbach über Merkers abgewickelt.

Das Touristenziel in Merkers existiert seit Beginn der 1990er Jahre. Nach und nach wurden vom Kasseler Düngemittelkonzern als Inhaber des Bergwerkes immer mehr Attraktionen unter Tage geschaffen, beziehungsweise für die Besucher zugänglich gemacht. Dazu zählen die Kristallgrotte, der Großbunker, in dem immer wieder auch Konzerte stattfinden, das untertägige Museum mit dem Goldraum sowie als neueste Attraktion der Klettergarten. (nh)

Von Thomas Klemm

Quelle: HNA

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