Probleme sind bekannt

Bahn zur Pendler-Kritik: Es fehlen Fahrzeuge

Hersfeld-Rotenburg. Der IC-Zug, mit dem Pendler morgens um 5 Uhr ab Bebra nach Frankfurt fahren, entspricht nicht den Bedürfnissen der heutigen Zeit. Das räumte am Freitag ein Sprecher der Bahn ein.

Die Probleme seien der Bahn bekannt. Es stünden aber leider keine anderen Fahrzeuge zur Verfügung. Die Situation sei für die Bahn ebenso unbefriedigend wie für die Kunden. So lange neue Fahrzeuge fehlten, würden die umgebauten Interregios eingesetzt.

Der Missstand sei bekannt, aber man habe keine Reserven mehr, hieß es weiter. Die Beschwerden der Pendler - wir berichteten - seien bis zum Vorstand der Bahn gelangt, an einer schriftlichen Stellungnahme werde noch gearbeitet.

Der Sprecher räumte ein, dass Sitze zum Teil Flecken hätten. Die Wagen würden aber in Bebra täglich einer Komplettreinigung unterzogen. Böden, Sitze und Polster würden gereinigt. Der Zug stünde auch nicht nachts unverschlossen auf dem Bebraer Bahnhof, hieß es vonseiten der Bahn. Die Pendler hingegen hatten auch schmutzige und durchgesessene Sitze sowie defekte Toiletten beklagt.

Auf Zugeständnisse an die Pendler, die für einen IC-Zug zahlen, ging der Sprecher nicht ein. Der Zug habe IC-Standard. Dafür sei die Schnelligkeit das Hauptkriterium. Preislich sei das Angebot für eine so schnelle Verbindung akzeptabel. Zudem seien im letzten Wagen immer noch Plätze frei, meinte der Sprecher.

Man erbringe diese Leistung gerne, es fehle aber am Material, um eine höhere Qualität anbieten zu können. Bei der Bahn hofft man nach Angaben des Sprechers, bis 2014 neue Fahrzeuge zu bekommen. „Wir wollen gute Qualität bieten, haben aber die Fahrzeuge nicht“, betonte der Bahn-Sprecher.

Schon im Jahr 2011 habe man eine Lieferung der Fahrzeuge erwartet. Die vorhandenen Wagen würden nach Problemen mit den Achsen öfter überprüft und gewartet. Deshalb stünden die Fahrzeuge länger in der Werkstatt, was aber der Sicherheit diene, erklärte der Sprecher.

Die Auslastung des Pendlerzuges, der um 16.17 Uhr von Frankfurt nach Bebra zurückfährt, stimme, das Interesse sei groß.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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