Entscheidung über höhere Kita-Gebühren fällt später

Thorsten Strippel

Bebra. Die Bebraer Stadtverordneten wollen ein Gesamtpaket zur Haushaltskonsolidierung schnüren, in dem auch die Erhöhung der Kindergartengebühren enthalten sein wird.

Die Erhöhung der Kindergartengebühren in Bebra ist vorerst verschoben worden. Bis auf zwei Gegenstimmen von der FWG waren alle Stadtverordneten dafür, die Entscheidung zu vertagen. Der Punkt wurde von der Tagesordnung genommen. Man wolle die Gebührenerhöhung im Gesamtpaket mit der erforderlichen Haushaltskonsolidierung entscheiden, hatte Thorsten Strippel, der neue CDU-Fraktionsvorsitzende und Nachfolger von Thorsten Bloß erklärt.

Ursprünglich waren drei Gebührenmodelle vorgeschlagen worden. Die höchsten Gebühren, die den Vorgaben des Kreises zur Haushaltskonsolidierung genügt hätten, würden für Kinder ab drei Jahren bei 109 Euro für die Vormittagsbetreuung bis 12.30 Uhr liegen, bei 141 Euro bis 14.15 Uhr und 178 Euro ganztägig betragen. Angelehnt an die Gebühren der Nachbargemeinden hätte die Gebühr bei einem zweiten Modell bei 90/120/160 Euro gelegen. Hier würde auch das Leitziel Bebras als „Familienfreundliche Kommune“ berücksichtigt.

In altersübergreifenden Gruppe hätten unter Dreijährige im Höchstfall 130/168/212 Euro gezahlt, im familienfreundlichen Modell 99/131/176 Euro. In der Kinderkrippe wären es maximal 174/232/307 Euro, im zweiten Modell 110/140/190 Euro.

30 Prozent durch Gebühren

Zurzeit zahlen die Eltern 82 Euro für die Halbtags- und 98 Euro für die Ganztagsbetreuung, womit nur knapp 23 beziehungsweise knapp 17 Prozent der tatsächlichen Kosten gedeckt werden. Die Aufsichtsbehörde verlangt aber eine 30-prozentige Deckung der Kosten durch Gebühren.

Auch eine einheitliche Betreuungsgebühr unabhängig von Alter und Art der Betreuung ist als drittes Modell in der Diskussion. Wollte man hier 30 Prozent der Kosten über die Gebühren der Eltern decken, müsste man 116/150/191 Euro nehmen. Als „Familienfreundliche Kommune“ wären es laut Vorschlag 92/122/163 Euro.

Künftig werden die Kindertagesstätten der Stadt nur noch an 20 Arbeitstagen im Jahr geschlossen sein, vorrangig in den Sommer- und Weihnachtsferien. Im Sommer richtet die Stadt auch noch eine Notbetreuung ein, wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu betreuen. Das ist ein wesentlicher Punkt der neuen Benutzungsordnung der Kitas, die einstimmig verabschiedet wurde. Alle stimmten auch dem neuen Namen für die Straße im Bereich der neuen Kita in Breitenbach zu, die künftig Storchenweg heißen wird.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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