Evangelische Gemeinden luden zum ersten Tauffest an der Friedrichshütte ein

Von Engeln und der Liebe

Feierliche Zeremonie: Elfinia Borberg wird im Beisein von Paten, Eltern und Geschwistern von Pfarrer Johannes Nolte getauft. Foto: Apel

Iba. Vierzehn Täuflinge, sechs Pfarrer, ein gestandener Posaunenchor, ein Gitarrist, eine große Festgemeinde und die Friedrichshütte mit ihrem historischen Ambiente – das waren die Zutaten für das erste, eindrückliche Tauffest, zu dem alle evangelischen Christen aus Bebra und Ronshausen am Sonntag eingeladen waren.

Da Petrus seine schützende Hand über die Kirche im Grünen hielt und den Regen vorbeilotste, konnten die Pfarrer Axel Dück, Maximilian Hetzel, Thomas Nickel, Axel Nolte, Johannes Nolte und Martin Schacht den Tauffamilien und der gespannt zuhörenden Gemeinde in aller Ruhe den Sinn der Taufe erläutern und die Täuflinge vorstellen.

14 Täuflinge

Angefangen bei Baby Elfinia Borberg bis hin zur gestandenen Mutter Tatjana Wandel erhielten alle vierzehn Täuflinge einen, meist selbst ausgesuchten, Taufspruch, in dem fast immer vom eigenen Namen, von Engeln, von der Liebe und vom Kreuz als Zeichen der Versöhnung Gottes mit den Menschen, aber auch der Menschen untereinander, die Rede war.

Nacheinander wurden alle von ihren Pfarrern mit unentwegt aus dem Sandsteinbrunnen der Friedrichshütte fließendem, frischem Brunnenwasser getauft. Dabei konnte man beobachten, wie aufgeregt der eine oder andere ältere Täufling war und wie Geschwister sich verrenkten, um genau zu verfolgen, ob alles richtig abläuft. Im Anschluss an die Taufe durfte ein Mitglied der Familie die Taufkerze des gerade Getauften anzünden, was bei dem beharrlich wehenden Wind nicht immer auf Anhieb gelang.

Angetan von der musikalischen Umrahmung durch den Posaunenchor Solz und den Gitarristen Markus Rahn saßen kleine und große Familien nach der Segenserteilung durch Pfarrer Axel Dück noch eine Zeitlang zusammen, ehe man Leib und Seele mit Bratwurst, Steaks und Suppe stärkte.

Besonders gut gefallen hat das Tauffest der jungen Maja Wandel. Sie erlebte mit, wie sich ihre Mutter Tatjana und ihre Tante Lara unter den Segen Gottes stellten.

Sollten selbst entscheiden

Tatjana und Lara sollten – so war es der Wille ihrer Eltern – selbst entscheiden, ob und wann sie getauft werden wollen. Dieser Zeitpunkt war für beide am Sonntag gekommen. Maja wünschte sich, dass auch sie bald getauft wird und dass Lara ihre Patentante wird.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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