Informationsnetzwerk geht mit 50 Naturkraftstandorten an den Start – weitere sind willkommen

Energietour durch die Region

Einer von 50 Naturkraftstandorten: Die Biogasanlage in Heinebach. Archivfoto: Schaake

Hersfeld-Rotenburg. Mit einer Energietour hat die Naturkraft-Region jetzt das neue Naturkraftnetz vorgestellt. Dabei handelt es sich laut Pressemitteilung um ein Informationsnetzwerk für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Das Naturkraftnetz hat 50 Standorte in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder, die als Naturkraft-Punkte bezeichnet werden.

Auf der Homepage der Naturkraft-Region im Internet findet man alle Standorte mit ausführlicher Beschreibung und Ansprechpartnern. „So lässt sich eine persönliche Energietour zusammenstellen“, erklärte Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin der Naturkraft-Region. Ziel sei es, Interessierten die Möglichkeit zu geben, mit Anlagenbetreibern in Kontakt zu kommen und sich herstellerunabhängig zu informieren.

Das Naturkraftnetz zeige gute Beispiele für Effizienzmaßnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energien: Von der kleinen Holzpelletheizung bis hin zu einer der größten Biogasanlagen Hessens seien fast alle technischen Lösungen vertreten, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Wasserkraftwerk

Zur Vorstellung des Naturkraftnetzes fand eine beispielhafte Energietour entlang der erneuerbaren Energieerzeugungsarten statt, die beim Wasserkraftwerk Haag in Rotenburg begann. Cornelia Haag, die Betreiberin der Anlage, zeigte den Vertretern der Naturkraft-Region die drei Turbinen und die Rechenreinigungsanlage des Wasserkraftwerkes an der Fulda, das jährlich rund 1,8 Millionen Kilowatt Strom erzeugt.

Als nächste Station stand die Biogasanlage in Heinebach auf dem Programm. Die Biogasanlage wurde von neun ortsansässigen Landwirten errichtet und versorgt ein Gewerbe- und ein Wohngebiet über ein Nahwärmenetz mit der Abwärme der Anlage. Der erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist.

Die Reise ging weiter an die Radko-Stöckl-Schule nach Melsungen, wo die Themen Sonne und Energieeffizienz auf dem Programm standen. Letzter Punkt war der Windpark in Felsberg-Hesserode. Hier stehen seit 2004 drei Windkraftanlagen, die gemeinsam jedes Jahr etwa zwölf Millionen Kilowattstunden erzeugen. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 100 Metern und einen Rotordurchmesser von 82 Metern.

Weitere Standorte gesucht

Das Naturkraftnetz ist offen für weitere Standorte. Wer eine Anlage zur Erzeugung von erneuerbaren Energien betreibt oder ein besonders energieeffizientes Haus besitzt und dieses gerne gelegentlich für Interessierte öffnen möchte, kann sich bei der Naturkraft-Region melden. (red)

Kontakt: Telefonnummer 0 66 77/91 90 30, E-Mail: info@naturkraft-region.de. Alle Naturkraft-Punkte im Internet unter www.naturkraft- region.de/netz

Quelle: HNA

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