Energiekosten trüben Stimmung der Unternehmen

Hersfeld-Rotenburg. Die Wirtschaft in Nordhessen blickt mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr. Vor allem die steigenden Energiepreise, aber auch die Euro-Krise drücken die Stimmung. „Bisher ging es uns sehr gut, aber die Zukunft sieht schwieriger aus“.

Das sagt Andreas Nordlohne von der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Kassel. Das zeigt auch der Konjunkturbericht der IHK, in dem 542 Unternehmen in Nordhessen und im Altkreis Marburg ihre wirtschaftliche Zukunft skeptisch sehen.

Sein Kollege Tobias Binder vom Service-Center der IHK in Bad Hersfeld ist mit Blick auf die Entwicklung in unserem Kreis etwas optimistischer. „Der Gipfel des Beschäftigungsaufbaus in unserer Region ist wohl erreicht, aber es wird vermutlich auch keinen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben“, meint Binder. Er erwartet ein moderates Wachstum.

Ähnlich äußert sich auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Reinhard Faulstich. Er sieht gute Chancen auf ein Stück Wachstum der Weltwirtschaft in 2013. „Davon können wir auch hier in unserem Landkreis profitieren.“

Weiterhin niedrige Zinsen und steigende Verbraucherpreise förderten vor allem Sachinvestitionen in den Privathaushalten. Faulstich rechnet mit einer weiter guten Auftragslage im Handwerk. Allerdings seien im produzierenden Gewerbe und bei den Dienstleistungsbetrieben Anpassungen an die sich schnell verändernden Marktentwicklungen notwendig.

Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dirk Bohn, bestätigt diese Einschätzung. „Noch sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt.“ Gerade in schwierigeren Zeiten investierten die Menschen gern in „Betongold“, was dem Handwerk nutze. Auch bei einer Konjunktureintrübung erwartet Bohn keine Kündigungen im Handwerk. Sorge bereiten ihm die steigenden Energiepreise, die etwa Tischlereien oder Bäckereien stark treffen. (kai)

Quelle: HNA

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