Neue Gebührenordnung für Kindertagesstätten könnte für Überraschungen sorgen

Eltern reagieren kaum auf neue Gebührenordnung

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Sie fühlen sich wohl: Kinder auf dem Gelände der Kindertagesstätte Egerländer Straße. In dieser Einrichtung haben schon relativ viele Eltern ihre Kinder umgemeldet.

Rotenburg . Nur noch bis zum Monatsende haben die Eltern der Mädchen und Jungen, die die Rotenburger städtischen Kindertagesstätten besuchen, Zeit, ihre Kinder nach den Regeln der neuen Gebührenordnung anzumelden. Bisher haben das - trotz zweifacher Information - nur wenige getan.

Das erklärten Bürgermeister Christian Grunwald und der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Stefan Brand gegenüber der HNA. Bei Brand gingen allerdings etwa 40 Anrufe von Eltern ein, die noch Klärungsbedarf hatten.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im März auf Antrag der UBR-Fraktion eine neue Gebührensatzung verabschiedet. Wesentliche Änderung dabei: Die Betreuungskernzeit wurde reduziert auf 7.30 bis 12.30 Uhr bei der Halbtagsbetreuung, 7.30 bis 14.30 Uhr bei 2/3-Betreuung und 7.30 bis 16.30 Uhr (freitags 14.30) bei Ganztagsbetreuung. Bisher konnten die Kinder bereits ab 6.30 Uhr gebracht werden und bis 17.30 Uhr bleiben, wenn sie für ganze Tage angemeldet waren.

Künftig müssen Eltern für Betreuung außerhalb der Kernzeiten zusätzlich bezahlen. Alle, die ihre Kinder nicht ausdrücklich umgemeldet haben und bei Ganztagsbetreuung bleiben wollen, werden also eine höhere monatliche Rechnung bekommen, wenn sie ihre Kinder außhalb der neuen Kernzeiten bringen oder abholen. Das könnte vor allem diejenigen unangenehm überraschen, die sich trotz zweifacher Info-Schreiben noch nicht mit dem Thema befasst haben.

In der Kindertagesstätte Lispenhausen sind laut Stefan Brand insgesamt 80 Eltern angeschrieben und auf die neuen Regelungen hingewiesen worden. Daraufhin haben bislang erst 17 Eltern ihre Kinder umgemeldet. Drei von ihnen haben Zusatzleistungen morgens, drei abends gebucht. In der Kindertagesstätte und Krippe in Braach wurden 37 Eltern angeschrieben, 14 haben umgemeldet. Sechs von ihnen wollen die zeitliche Zusatzleistung morgens.

Von den 89 angeschriebenen Eltern der Kindertagesstätte Egerländer Straße haben 40 Änderungen angemeldet. Acht von ihnen wollen ihre Kinder morgens früher bringen, drei abends länger in der Einrichtung lassen. Allen anderen der Eltern, die reagiert haben, reichen offenbar die Kernzeiten.

Die Awo-Kindertagesstätte und die kirchliche Einrichtung St. Georg wollen die neue Regelung erst zum 1. Juni umsetzen, erklärte Bürgermeister Grunwald.

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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