Mit viel Musik

Eisenbahnerchor Lispenhausen feierte 125-jähriges Bestehen

+
Gemeinsame Eröffnung: Die Chorgemeinschaft Lispenhausen und The Mixed Melodies sangen zur Begrüßung das Lied „Nessaja“ von Peter Maffay aus dem Konzeptalbum Tabaluga oder die Reise zur Vernunft.

Lispenhausen. Der Eisenbahnerchor 1891 Lispenhausen hat sein 125-jähriges Bestehen mit einem kurzweiligen Festkommers mit viel Musik in der Schulturnhalle in Lispenhausen gefeiert.

In seiner Festansprache schnitt Vorsitzender Andreas Behrens nur die wichtigsten Etappen in der langen Vereinsgeschichte an: die Gründung als Gesangverein Lispenhausen, die Wechsel von Männer- und gemischten Chören, die großen Vereinsfeste und Jubiläen sowie der Bau des Vereinsheims und die Gründung des Chores The Mixed Melodies, der vor 19 Jahren einen Mitgliederboom auslöste.

Stimmgewaltig: So begeisterte unter anderen der Männerchor Liederkranz Breitenbach die Zuhörer beim Festkommers.

Doch vor dem Trend der Zeit, dem Mitgliederrückgang in vielen Vereinen, sei auch der Eisenbahnerchor nicht gefeit, sagte Ortsvorsteher Peter Müller, der dem Jubilar auch im Namen des Kulturrings und der Ortsvereine gratulierte und deren Geschenke überreichte. Müller appellierte an die Einwohner, sich den Chören des Gesangvereins anzuschließen, um den Fortbestand des Kulturträgers zu sichern.

Ältester Verein

Die 125 Jahre seines Bestehens habe der Eisenbahnerchor als ältester Verein in Lispenhausen doch gut gemeistert, dank seiner engagierten Vorstandsmitglieder und Chorleiter, war der einmütige Tenor der übrigen Gratulanten. Darunter war der Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes, Volker Bergmann. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Sängerkreises Alheimer, Marco Gerke, zeichnete er den Jubiläumsverein mit den Ehrenurkunden des Deutschen Chorverbandes und seines regionalen Sängerverbandes aus.

Wer hat das meiste Geld als Geschenk zum Geburtstag mitgebracht? Diesen Wettstreit entschied die Stadt Rotenburg für sich. „Dank dem Schutzschirm können wir wieder etwas mehr ausgeben. 250 Euro stehen auf unserem Scheck als Geburtstagsgeschenk“, freute sich Bürgermeister Christian Grunwald in Richtung Kreis Hersfeld-Rotenburg, dessen Ehrengabe zum Jubiläum der Kreisbeigeordnete Heinz Schlegel in Höhe von 150 Euro mitgebracht hatte.

Eine Gabe Gottes

Glückwünsche zum Vereinsjubiläum überbrachten ferner der Ehrenvorsitzende des Sängerkreises Alheimer, Heinrich Maier, als „Ersatzmann“ für den Sängerbezirk Rotenburg und Pfarrer Alexander Riedel, der Karl Valentin zitierte: „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“ So kam er auch nicht umhin, eine Feststellung von Martin Luther zu wiederholen: „Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergisst über sie alle Laster.“

Musikalische ausgestaltet wurde der Festkommers vom Eisenbahn-Blasorchester Bebra, der Chorgemeinschaft Lispenhausen („Zauber der Musik“ und „Friedensgebet“) und The Mixed Melodies („Über sieben Brücken musst du gehen“ mit Solistin Andrea Bretting und „Irische Segensgrüße“), auch als Gemeinschaftschor mit Peter Maffays „Nessaja“ aus dem Konzeptalbum Tabaluga oder die Reise zur Vernunft. Stimmgewaltig begeisterten die Männerchöre Eintracht Lüdersdorf („Der Nachtwandler“, „Abendstille in den Bergen“ mit Solist Matthias Stichnoth an der Trompete und „Granada“) und Liederkranz Breitenbach („Ihr von morgen“, „Männer“ und „Freiheit“) die Besucher in der vollbesetzten Schulturnhalle.

Eisenbahnerchor Lispenhausen feiert Jubiläum mit Bezirkssingen

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare