Zum 40.Geburtstags des „Hauses der kleinen Füße“ wird ein Klima-Musical aufgeführt

Eisbär sucht Scholle

Wissenswertes mit Musik: Die Eisplatten, auf denen ein Pinguin und ein Eisbär sitzen, schmelzen. Dem gehen die beiden Tiere im „Klima-Musical“ von 13 Kindern des „Hauses der kleinen Füße“ nach. Was sie dabei entdecken, können die Besucher beim 40-jährigen Bestehen der Kita sehen. Fotos: Dräger

Heinebach. Mit den Händen umklammert Nico Glock die Eisenstange der Rutsche. Dann saust er hinunter. Seit mittlerweile 40 Jahre rutschen die Kinder der Kindertagesstätte (Kita) „Haus der kleinen Füße“ in Heinebach schon, denn die Kita feiert morgen, 3. Juni, ihr 40-jähriges Bestehen.

Die Kita wurde unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Jahr 1972 gegründet und hieß Kindergarten Heinebach. Noch im selben Jahr übernahm die Großgemeinde Alheim den Kindergarten, in dem 100 Kinder jeden Tag zusammen spielten und bastelten. Da immer mehr Kinder in die Betreuung gingen, war 13 Jahre später ein Anbau nötig.

„Ein Höhepunkt war für mich die Betreuung von Integrationskindern“, erzählt Michaela Birnbaum, Leiterin der Kita. Seit 1992 werden Integrationskinder betreut und gefördert. Einen weiterer Wandel fand im Jahr 2002 statt. Die Kita gründete die „Krippe Traumland“ und nahm als eine der wenigen schon Zweijährige auf. Bis zu neun Jahren begleiten die Erzieherinnen die Kinder. „Das ist toll. Man sieht die Früchte seiner Arbeit“, berichtet Birnbaum.

Im selben Jahr bekam die Kita, die vorher Kindergarten Heinebach hieß, den Namen „Haus der kleinen Füße“. Und mit dem neuen Namen kam in Zusammenarbeit mit „Leuchtpol-Energie und Umwelt neu erleben“ ein neues Konzept, das die Kinder für den Klimawandel und für erneuerbare Energien sensibilisieren sollte. Unter dem Motto: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern, setzt die Kita auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

„Wir zeigen den Kindern, wie man den Planeten schützt“, sagt Erzieherin Tina Theune. Sodass er auch für die nachfolgenden Generationen noch bewohnbar sei. Schon eine Kleinigkeit wie das Licht auszuschalten, könne helfen.

Pinguin sucht Scholle

Im vergangenen Jahr beschäftigten sich die Jungen und Mädchen mit dem Thema Ernährung. Die Frage war: Wo kommt mein Essen her? Die Jungen und Mädchen testeten billige und fair gehandelte Schokolade. „Das ist ein ganz anderes Geschmackserlebnis“, sagt Birnbaum. Das Thema Klima ist auch in einem Musical verarbeitet, das die Kinder morgen aufführen werden. Dabei stellen ein Pinguin und ein Eisbär fest, dass ihre Schollen immer kleiner werden, und sie erkunden das Problem.

Um 10.30 Uhr beginnt die Feier zum 40-jährigen Bestehen mit einem Chor der Lindenschule im „Haus der Generationen“. Ausgestellt wird auch ein „klimafreundliches Frühstück“. Um 11 Uhr wird das „Klima-Musical“ aufgeführt. Mit selbst gemachter Schokolade, Brennnesselchips und Solar-Popcorn geht es ab 12 Uhr im „Haus der kleinen Füße“ weiter, das in diesem Jahr Anlaufstelle für alle wird, die dem Konzept der Nachhaltigkeit folgen wollen. „Popcorn gibt es deshalb nur, wenn die Sonne scheint.

Von Magdalena Dräger

Quelle: HNA

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