Einzelhandelszentrum Bebra kann kommen: Bürgschaft und Bebauungsplan stehen

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Das Hauptportal des Einkaufszentrums: So soll das Gebäude an der Nürnberger Straße aussehen. Der Neubau mit dem Haupteingang (rechts) schließt direkt an Semms Ecke (links) an und lehnt sich auch optisch an die Gestaltung des Altbaus an.

Bebra. Die letzten Weichen für das Einzelhandelszentrum im Herzen Bebras sind gestellt. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Donnerstagabend in großer Einhelligkeit den Bebauungsplan für das Areal zwischen Nürnberger und Bahnhofstraße genehmigt.

Zugleich gewährten sie der Stadtentwicklung Bebra (SEB) als Bauträger eine Bürgschaft über 13 Millionen Euro.

Nun soll die Detailplanung für das Bauvorhaben beginnen, kündigte der SEB-Geschäftsführer Stefan Knoche an. Nach einer europaweiten Ausschreibung soll im März 2013 mit dem Bau begonnen werden. Ein Jahr später werde dann die neue Mitte Bebras fertig sein mit 6000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 170 Parkplätzen direkt vor der Tür des zweigeschossigen Einkaufszentrums.

Die wichtigsten Mieter hätten die Verträge bereits unterschrieben. Bekannt ist bislang lediglich, dass das Bebraer Modehaus Passerella 1300 Quadratmeter belegen wird. Insgesamt seien aber 75 Prozent der Verkaufsfläche bereits vergeben, sagte Martin Knauff, Geschäftsführer des Projektentwicklers Converticon, der die städtische SEB berät. Bei vergleichbaren Einkaufszentren, die von privaten Investoren errichtet würden, sei man in dieser Phase bereits mit einem deutlich niedrigeren Vermietungsgrad zufrieden.

Mit Ausnahme der Freien Wählergemeinschaft (FWG) stimmten alle Fraktionen den Anträgen geschlossen zu. „In jeder Hinsicht gigantisch ist das, was wir hier beschließen“, sagte Volkmar Hanf von Gemeinsam für Bebra (GfB). Er nahm das Vorhaben gegen die Kritik von Klaus Reifschneider (FWG) in Schutz, der das Einkaufszentrum als „drei Nummern zu groß“ und als finanzielles Risiko für die Stadt bezeichnete.

Das Einkaufszentrum sei solide kalkuliert, sagte der CDU-Stadtverordnete Roland Soldan. Er erinnerte daran, dass ganz bewusst kein privater Investor ins Boot geholt worden sei. Die SEB sei im Sinne Bebras nicht auf die höchste Rendite aus, sondern darauf, dass das Angebot im Einkaufszentrum stimme. Schließlich sei es das Herzstück der Stadtsanierung II.

Von Marcus Janz

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Quelle: HNA

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