Leitbild für Rotenburg

Einwohner haben Grundsätze für die Zukunft der Stadt erarbeitet

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Gruppenarbeit: In Gruppen wurde an dem Leitbild für die Stadt gearbeitet. Mit Jugend und Familie beschäftigten sich von links: David Leibrich, Karin Kupsch, Maik Schuchardt und Waltraud Ring-Kördel. Stehend Barbara Brinkmann (links) und Werner Knöß.

Rotenburg. Umweltfreundlich, mit generationsübergreifenden Angeboten und bezahlbarem Wohnraum – so soll Rotenburg künftig aussehen. 35 Rotenburger haben sich getroffen, um ein Leitbild für ihre Stadt zu erarbeiten. Das soll als Rahmen für die Entwicklung von Rotenburg dienen.

Einen Abend drehte sich im Rathaus alles um die Frage: In welchem Rotenburg wollen wir leben? Eingeladen hatten dazu der Verein Gemeinsam in Rotenburg und die Stadt. In vier Gruppen saßen die Besucher zusammen und erarbeiteten Richtlinien für die Bereiche Wirtschaft und Handel, Wohn- und Lebensqualität, Jugend und Familie sowie Kultur, Tourismus, Freizeit und Vereine. Die Ergebnisse präsentierten sie auf Plakaten. Zusammengefasst ergibt sich daraus das Leitbild für Rotenburg.

Bei der Gruppenarbeit sollte es nicht darum gehen, konkrete Verbesserungsvorschläge aufs Papier zu bringen. Es galt, Grundsätze für die Stadt zu formulieren. Aus diesen sollen sich später Maßnahmen ableiten lassen, erklärte Bürgermeister Christian Grunwald.

„Gar nicht so einfach“, stellte die Gruppe Jugend und Familie fest. Ideen hatte das Team um David Leibrich viele: Ein Treffpunkt für Senioren, geführte Wanderungen für Familien und ein besseres Betreuungsangebot für Kinder.

Schwierigkeiten bereitete es Karin Kupsch, Maik Schuchardt, Waltraud Ring-Kördel, Barbara Brinkmann und Werner Knöß jedoch, diese Ideen in wenige, knappe und allgemeine Sätze zu fassen. Nach über einer halben Stunde standen auf ihrem Plakat die Stichpunkte „generationsübergreifende Vernetzung“ und „bestehende Ressourcen bewahren und fördern“.

„Wir haben eine gute Ausgangssituation in Rotenburg“, sagte Wolfgang Bodenstein vom Verein Gemeinsam in Rotenburg. Die Mischung aus altem Fachwerk, Fulda und Natur spreche für die Stadt. Auch das Fazit der Gruppenarbeit lautete ähnlich: „Es ist schon ganz gut bei uns“, sagte Barbara Brinkmann.

Das sei nur noch nicht bei allen Rotenburgern angekommen. Über das erarbeitete Leitbild soll dies nun weiter verbreitet werden. „Ich fände es toll, wenn wir die Euphorie von heute Abend mitnehmen“, sagte Stadtverordnete Christiane Ringer.

Nicht für die Schublade

Obwohl alle mit dem Ergebnis zufrieden waren, gab es auch kritische Stimmen: Einige Besucher befürchteten, dass das Leitbild am Ende in einer Schublade verschwindet. „Es ist wichtig, dass das, was wir heute machen, einen Weg in die Gesellschaft findet“, gab ein Rotenburger zu bedenken. Daraufhin versicherte Grunwald: „Wir bleiben an dem Thema dran.“

Quelle: HNA

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