Zwei 17-Jährige aus Hönebach und Kleinensee haben Reise nach Moskau gewonnen

Einmal zum Roten Platz

Eine Russland-Reise erspielt: Lea Habermann und Denise Schäfer haben beim Bundescup „Spielend-Russisch-Lernen“ gewonnen. Foto: Karsten Rabas/ nh

Hönebach / Kleinensee. In ihren blauen Schalke-Trikots strahlen Lea Habermann und Denise Schäfer um die Wette. Die beiden 17-Jährigen haben das Finale des Bundescups „Spielend Russisch Lernen“ in Gelsenkirchen gewonnen.

„Wir haben sogar gegen ein Team gewonnen, in dem ein Muttersprachler war“, erzählt Lea Habermann glücklich. Mit dem Sieg hatten die beiden Mädchen vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Gerstungen nicht gerechnet.

Bei dem Spiel ging es darum, sich so viele russische Vokabeln wie möglich zu merken. Neben Lea Habermann aus dem Heringer Ortsteil Kleinensee und Denise Schäfer aus dem Wildecker Ortsteil Hönebach, traten Zweierteams aus Paderborn, Göttingen und Hankensbüttel in der deutschen Endausscheidung an.

Doch keines der Teams hatte eine Chance gegen die beiden Mädchen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg, die in der Schlussrunde das Jungs-Team aus Paderborn in die Schranken verwiesen.

Moskaus Kultur erleben

„Ich war noch nie in Russland. Die Reise wird Kultur pur“, sagt Lea Habermann, die während des Spiels etwas Russisch gelernt hat und das jetzt testen kann. Denn nur einer der beiden Mitspieler lernt oder kann die Fremdsprache. „Ich war bei einem Schüleraustausch in Kaliningrad. Deshalb könnte ich in Russland schon überleben“, erklärt Denise Schäfer, die seit zwei Jahren in der Schule Russisch lernt.

Jetzt verbringen die beiden Schülerinnen vier Tage mit der Russisch-Lehrerin Ute Köppe in Moskau. Danach geht es noch drei Tage nach St. Petersburg.

Auch über die Kultur des ehemaligen Zarenreichs hat die Elfklässslerin aus Hönebach etwas mitbekommen „Meine Austauschfamilie hat auf engem Raum zusammengelebt, aber es hat sie nicht gestört“, erzählt Schäfer, die jetzt auch die Hauptstadt Moskau erlebt und unbedingt den Roten Platz sehen möchte. Auch auf das landestypische Essen sind die beiden gespannt.

Bummel durch GUM

Was die beiden auf keinen Fall verpassen möchten, ist ein Bummel durch die Einkaufspassage des Moskauer Kaufhauses GUM. „Dort gibt es einfach alles“, freut sich Denise Schäfer.

Insgesamt 5400 Schüler haben beim Russisch-Cup mitgespielt, der zum vierten Mal veranstaltet wurde. Die erste Wettbewerbsetappe war die Vorrunde an den Schulen; diesmal nahmen 240 Bildungsstätten teil. Danach ging es in die regionalen Runden in elf Bundesländern. Die Siegerteams fuhren dann nach Gelsenkirchen zum Finale.

Dort gewannen auch die Zweit- und Drittplatzierten aus Paderborn und Göttingen eine Erlebnisreise nach St. Petersburg zum Goethe-Institut und Trikots von Schalke, dem Unterstützer des Cups.

Von Magdalena Dräger

Quelle: HNA

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