Obersuhler Carneval Verein bot vier Stunden lang Witziges und Augenschmaus

Schunkeln bis der Arzt kommt: Die Zuschauer feierten kräftig mit.

Obersuhl. „Draußen weiß, drinnen heiß!“ hätte am Samstagabend als Motto über dem vierstündigen Programm des Obersuhler Carneval Vereins (OCV) stehen können.

Denn die Aktiven zogen in der ersten großen Prunksitzung im Bürgerhaus alle Register und sorgten nach der stimmungsvollen Begrüßung durch die Fanfarengruppe für Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Unter den „altbekannten, reaktivierten und neuen Gesichtern“ waren natürlich auch die beiden „Schluckspechte“ Gunter Schmidt und Uwe Landau, die das Publikum mit dem Obersuhler Carnevalslied auf einen tollen Abend einschworen.

Danach konnten OCV-Präsident André Steube und Sitzungspräsident Andreas Schneider das Hofballett und das Kinderballett begrüßen. Die einen begeisterten mit dem Narhallamarsch, die anderen rockten die Bühne mit modernen Tänzen.

Prachtkerle: Die von Corinna Schneider trainierten und – wen wundert’s – von weiblichen Fans stürmisch bejubelten jungen und jung geblienenen Tänzer des Männerballetts übten bis kurz vor ihrem Auftritt. Fotos: Apel

Etwas ernster ging es dann beim „Deutschen Michel“ zu. Stefan Uhe beschäftigte sich mit dem ausgebliebenen Weltuntergang, dem Ehrensold für Ex-Bundespräsident Wulff, den Segnungen des neuen Jahres und diversen Fernsehsendungen: „Bauer sucht Frau“ oder „So schnell kommt man zu einer Kuh!“

Funkenmariechen Leonie Wagner eroberte die Herzen der Fans mit tollen Tanzfiguren, und Achim Fasolack forderte das Comeback des deutschen Schlagers. Angefangen bei Heidi und Mademoiselle Ninette ließ er alle einschlägig bekannten Damen und Herren auferstehen. Natürlich hieß es bei ihm auch frei nach Gunther Gabriel und Daliah Lavi: „Komm unter meine Decke! – Oooooooh wann kommst Du?“

Für weiteren Glanz sorgte die vom Jugendballett inszenierte Reise um die Welt, der Marsch- und Showtanz des OCV-Hofballetts und der Musikvortrag der vier „Rhädenspatzen“ Achim Fasolack, Bernd Gliem, Manfred Strube und Stefan Uhe.

Fotos: Karneval in Obersuhl

Erste Karnevalssitzung in Obersuhl

Den närrischen Vogel schossen die „Nestbeschmutzer“ Edu (Manfred Strube) und Harry (Hans-Werner Weber) ab. Sie beklagten die vielen gemeindlichen Baustellen, die schlechten Finanzen („Wildecks Kasse ist so leer, die Schulden sind millionenschwer“) und so manche örtliche Begebenheit. Kein Wunder, dass Harry beim „Rühren“ auf eine Krankmeldung und ein weggeworfenes SPD-Parteibuch stieß. Auch die lieben Nachbarn bekamen ihr Fett weg: „Das Sporthaus in der Bosseröder Osterei-Arena wird doch wieder so ein schiefes Ding. Nur wer guten Mutes ist, setze da den ersten Stein!“ Ähnlich lustig ließ es das „Trio St(r)ammtisch“ angehen.

Beste Blechmusik der OCV-Fanfarengruppe und tolle Tanzshows des OCV-Männerballetts konnten nur noch vom Finale getoppt werden, bei dem Gunter Schmidt mit „Viva Colonia“ und „Diese Scheibe ist ein Hit“ ein wahres Feuerwerk zündete. Mitgestaltet wurde die Prunksitzung, die am kommenden Samstag wiederholt wird, von den „Melodys“.

Quelle: HNA

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