Eine Stadt im Wandel - neue Ausstellung im Kreisheimatmuseum

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Neue Ausstellung: „Rotenburg - eine Stadt verändert sich“ – das belegt Thomas Sippel mithilfe von Fotos. Mit Museumsleiterin Lisa Heckeroth zeigt er eine alte Aufnahme des Schafhofs. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Wo einst der Rotenburger Schafhof stand, lädt heute das Einkaufszentrum zum Bummeln ein. Die Entwicklung des Grundstücks zwischen Bahngleisen und Bundesstraße kann man in einer neuen Ausstellung im Kreisheimatmuseum nachvollziehen.

„Rotenburg, eine Stadt verändert sich“ ist Titel der Sammlung historischer und aktueller Fotos, die von Thomas Sippel zusammengetragen wurden. Die Aufnahmen stammen aus dem Nachlass des früheren HNA-Redaktionsleiters Willi Ludwig sowie aus Privatsammlungen. Der 48-jährige Sippel ist Mitglied im Geschichtsverein Altkreis Rotenburg und sammelt seit gut 20 Jahren historische Ansichten seiner Heimatstadt. Außerdem verfolgt er selbst mit der Kamera die Entwicklung der Stadt. Gemeinsam mit Albert Deist hat Sippel mehrere Kalender über Rotenburg veröffentlicht sowie zwei Bücher.

Das Gelände des Schafhofs, eines Bauernhofs, der dem Neubau der Bundesstraße weichen musste und und seit Jahrzehnten im Hessenpark Neu-Anspach auf seinen Wiederaufbau wartet, ist einer der Themenschwerpunkte der neuen Ausstellung.

Den Bau des Rotenburger Waldschwimmbades inklusive der Sanierung des beliebten Freibades in den 90er-Jahren kann der Besucher ebenso nachvollziehen, wie Bau und Sanierung des Hallenbades sowie der Verwaltungsfachhochschule.

Die Jakob-Grimm-Schule feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen - auch das ist Anlass für einen fotografischen Rückblick auf Bau, Erweiterungen und Sanierungen der beiden Schulgebäude an der Braacher Straße und an der Bernhard-Faust-Straße. Gerade für Schulklassen könnte sich jetzt also ein Besuch der Ausstellung lohnen, sind sich Sippel und Museumsleiterin Lisa Heckeroth einig. Sonderführungen sind nach Absprache jederzeit möglich.

Alte Bilder wecken natürlich Erinnerungen. Besucher sind deshalb aufgefordert, ihre Gedanken und ihr Wissen zu den Fotos ins Gästebuch einzutragen. Thomas Sippel und der Geschichtsverein freuen sich immer über ergänzende Hinweise. Weitergehende Erläuterungen zu den Fotos findet der Betrachter nicht. Diese Informationen wären zu umfassend für eine Ausstellung geworden, erklärt Sippel und meint: „Die Bilder sprechen für sich.“

Die Ausstellung ist bis zum 10. August zu den Öffnungszeiten des Museums zu sehen: mittwochs, freitags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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