Richelsdorfer weisen Kritik an Erweiterung der Weißberghalle vehement zurück

Eine Heimat für alle

Baustelle seit über einem Jahr: Unser Foto zeigt von links Ortsvorsteher Wilfried Wetterau, Helmut Kohlhaas und Rolf Hornikel vom Arbeitskreis Dorferneuerung. Die Kritik an der Erweiterung der Halle verstehen sie nicht. Die Halle war 1964 gebaut worden. „Eine Renovierung war sowieso unumgänglich“, sagen sie. Mittlerweile sind die Dachdeckerarbeiten abgeschlossen. Die Außenverglasung ist fertig. Es bleibt aber immer noch viel zu tun. Zum Beispiel fehlen die Kanalanschlüsse und die Treppe zum Jugendraum. Foto: Dupont

Richelsdorf. Da hat sich viel angestaut in den vergangenen Wochen und Monaten. Die Richelsdorfer sind sauer. Die Kritik an der Sanierung und Erweiterung der Weißberghalle – unter anderem in Leserbriefen in unserer Zeitung -– wollen sie so nicht stehen lassen.

Die Halle wird seit Herbst 2012 saniert und mit zwei Anbauten zu einem Bürger- und Vereinszentrum umgestaltet.

„Die Bauarbeiten haben nicht 600 000 Euro mehr gekostet als erwartet“, betonen Ortsvorsteher Wilfried Wetterau, Helmut Kohlhaas, der im Arbeitskreis Dorferneuerung für die Halle zuständig ist, und Rolf Hornickel, der ebenfalls zum Arbeitskreis gehört.

Der Architektenwettbewerb ergab eine Baukostenschätzung von etwa 2,4 Millionen Euro. Daraufhin wurde unter anderem das Raumkonzept noch einmal überdacht. So wurden die Baukosten auf 1, 8 Millionen Euro abgepeckt, berichten die Richelsdorfer.

„Nicht teurer als erwartet“

Bei den Haushaltsberatungen für 2012 sei dann festgelegt worden, dass im Haushalt 2012 insgesamt 1,2 Millionen Euro für das Projekt eingestellt werden, und für den Haushalt 2013 weitere 600 000 Euro. Das sei bereits 2012 entschieden worden. „Von unerwarteten Mehrkosten kann also keine Rede sein“, betont Ortsvorsteher Wetterau.

Viel zu groß geplant für so ein kleines Dorf – so lautet ein weiterer Kritikpunkt. Auch das sehen die drei Richelsdorfer als Vertreter des Dorfes ganz anders.

Ein Zweckbau, kein Schloss

„Das ist ein Zweckbau, kein Schloss“, sagt Helmut Kohlhaas. Die neun Vereine und weitere Gruppen im Dorf waren bislang auf verschiedene Gebäude verteilt: Das evangelische Gemeindehaus ist mittlerweile verkauft, die alte Schule am Wagnersberg, wo zwei Vereine untergebracht waren, ist wegen extremem Schimmelbefall nicht mehr nutzbar. Die alte Schule neben der Weißberghalle wurde abgerissen, um den Erweiterungsbau und auch einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses möglich zu machen.

„Der Raum im Feuerwehrgerätehaus ist zurzeit der einzige öffentliche Raum für alle Vereine in Richelsdorf“, fasst Rolf Hornickel das Problem zusammen. Auch dieses Gebäude kann aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen in seiner jetzigen Nutzung nur bedingt fortgeführt werden.

Jetzt soll das, was früher an verschiedenen Standorten angeboten wurde, zentral für alle Vereine und Gruppen in der Weißberghalle konzentriert werden. „Die Halle mit den Anbauten soll eine Heimat für alle werden“, sind sich die drei Richelsdorfer einig. Das Raumangebot sei unterm Strich hier erheblich kleiner als vorher an den verschiedenen Standorten. Die Nutzung dort werde sehr effizient sein. Außerdem reduziere man so die Betriebskosten erheblich, zum Beispiel für die Energie.

 berichte rechts

Von René Dupont

Quelle: HNA

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