Einbrechern auf der Spur: Kinder gehen in Rotenburg mit echtem Detektiv auf Tätersuche

Geheimschrift: Detektiv Alexander Schrumpf entschlüsselt mit Sarah, Elisabeth, Emma, Moritz und Ariane (von links) eine geheime Botschaft des Täters. Fotos: Meyer

Rotenburg. Einmal mit einem echten Detektiv ermitteln und Einbrecher schnappen. Das konnten jetzt Kinder im Rotenburger Medienzentrum machen. Und sie kamen dem Täter schnell auf die Spur.

Ein Dieb ist ins Medienzentrum in Rotenburg eingebrochen und hat einen Stapel Ausweise geklaut. Für die 20 Kinder wird es nicht leicht, den Täter zu fassen, aber zum Glück haben sie einen echten Detektiv an ihrer Seite: Alexander Schrumpf von der Detektei Adler war am Wochenende zu Gast im Medienzentrum und gab Kindern einen Einführungskurs in die Detektivarbeit.

Detektivarbeit: Moritz, Emma und Laurenz (von links) untersuchen den Gipsandruck einer Fußspur.

Schrumpf sieht gar nicht aus wie ein Detektiv. Er hat keine Pfeife im Mund und könnte mit seinem freundlichen Gesicht und seiner zugewandten Art den Kindern gegenüber auch als Grundschullehrer durchgehen - für seine Arbeit ein Vorteil, wie er den aufmerksamen Kindern erklärt: Möglichst unauffällig müsse ein Detektiv sein. „Niemand soll wissen, wer ich bin.“ Der heute 42-Jährige ließ sich an der zentralen Ausbildungsstelle im Detektivgewerbe ausbilden und gründete 1996 die Detektei Adler in Wiesbaden. Bald darauf erschloss er ein neues Geschäftsfeld: Bei Veranstaltungen wie der im Medienzentrum geht er mit Kindern auf Verbrecherjagd. Nebenher arbeitet er weiter als Detektiv, Schwerpunkt: Kriminalität in kleineren Unternehmen. Zum Beispiel spürt er Mitarbeitern nach, die sich krankgemeldet haben und tatsächlich ihrer Arbeit auf eigene Rechnung weiter nachgehen.

Die Rechtslage kennen

Für Detektive sei es wichtig, die aktuelle Rechtslage zu kennen, zum Beispiel über Datenschutzregeln Bescheid zu wissen, denn ein Detektiv dürfte bei der Observation nicht die rechtlichen Grenzen überschreiten.

Den Rotenburger Kindern aber hat Schrumpf einen Koffer voller geheimnisvoller Utensilien mitgebracht. Mit Pinseln legen sie Fingerabdrücke frei, sichern den Tatort, gießen Gips in eine Fußspur, untersuchen den Abdruck mit der Lupe, entschlüsseln eine geheime Nachricht des Täters und kommen so der Medienzentrum-Mitarbeiterin Bianca Becker auf die Spur. Die rückt schließlich die Detektivausweise heraus und versöhnt die Gruppe am Schluss mit selbstgebackenen Muffins.

Im Medienzentrum finden regelmäßig Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt.

Quelle: HNA

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