Oberellenbach im Landesfinale des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“

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Mit Begeisterung dabei: Die Oberellenbacher

Oberellenbach. Experten unter sich: So könnte man den Verlauf der Besichtigungs- und Informationstour charakterisieren, zu der sich die von Hiltrud Schwarze vom Regierungspräsidium Kassel geleitete siebenköpfige Bewertungskommission am Donnerstagnachmittag im 862 Jahre alten und immer wieder jungen Expo-2000-Dorf Oberellenbach aufhielt.

Das 380-Seelen-Dorf nimmt am hessenweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Oberellenbach ist zum 13. Mal dabei, und deshalb wissen die Mitglieder des Ortsbeirats, die Vereinsvorstände und die engagierten Bürger der Arbeitsgruppe „Unser Dorf“, worauf es ankommt. Hiltrud Schwarze weiß das auch, und da sie sich noch daran erinnert, wie toll sich Oberellenbach bei früheren Wettbewerben verkauft hat, stehen die Zeichen gut.

Bürgermeister Georg Lüdtke und Ortsvorsteher Volker Nöding tun ein Übriges, um das seit 1978, dem Jahr der ersten Teilnahme am Dorfverschönerungswettbewerb, Geschaffene ins rechte Licht zu rücken. Immer wieder stellen sie heraus, dass viele Aktivitäten auf gemeinsames Handeln der Bürger zurückzuführen sind, und dass nach dem Gewinn des vorjährigen Regionalentscheids anhand des Auswertungsbogens einige Verbesserungen in die Tat umgesetzt wurden. Angefangen beim Internet-Auftritt, von dem sich viele Großgemeinden eine Scheibe abschneiden könnten, bis hin zu den getöpferten Hausschildern, auf denen wieder die alten Hausnamen stehen.

Aber dann geht es los: Dorfladen, Wohngruppe Beiserhaus, Töpferei Geißler, Kutschfahrt durchs Dorf mit Hinweisen auf Paradebeispiele und Problemfälle, Absitzen am Jugend- und Freizeitheim, wo die Kinderturngruppe des SV Osterbach in Aktion tritt und mächtig Wind macht.

Die örtlichen Künstler erläutern am Freizeitheim ihr Schaffen. Dass rund um das Heim ein ganz neuer, an den örtlichen Gegebenheiten orientierter, in zahlreichen Diskussionen entworfener Mehrgenerationenplatz entstehen soll, beeindruckt die Kommission.

Kirchensanierung

Dann geht es zur Kirche, für deren Sanierung der Förderkreis 50 000 Euro gesammelt hat, und dann weiter zum Essen in den „Kirchhof“. Dessen Chefin Renate Kremin-Hannig stellt den Kirchhof vor, und alle sehen glücklich aus, als sie mit Blick auf hauseigene Käseköstlichkeiten und wohlschmeckende Wurstberge lächelnd erklärt: „Jetzt dürfen Sie schmecken, wie Oberellenbach schmeckt!“

Hiltrud Schwarze spricht vom „Lehrdorf für alle, die sich auf den Weg machen wollen“ und verweist auf den 9. Juli, an dem bekanntgegeben wird, welcher der sieben Wettbewerber gewonnen hat.

Ortsvorsteher Nöding hat Berlin und die „Grüne Woche“ vor Augen, auf der die Erstplatzierten des Bundesentscheids geehrt werden. Und Bürgermeister Lüdtke hat wie immer einfach nur ein gutes Gefühl.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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