Tobias Weber will sich mit seiner Schäferhündin für die Olympiade qualifizieren

Mit Eika zur Olympiade

Ein gutes Team: Tobias Weber trainiert jeden Tag mit seiner dreijährigen Schäferhündin Eika. Foto: Verena Koch

Solz. Schäferhündin Eika folgt ihrem Herrchen Tobias Weber auf Schritt und Tritt. Ihr Schwanz wedelt. Nicht eine Sekunde lässt sie den 25-Jährigen aus den Augen. Eikas Ohren sind gespitzt. „Steh“, sagt Weber. Und die dreijährige Hündin bleibt auf der Stelle stehen. Ihre Vorderpfoten sind fest in den Boden gestemmt. „Das ist ihre Paradeübung“, sagt der Solzer.

Seit fünf Monaten trainieren Weber und Eika jeden Tag. Sie bereiten sich auf die Bundesprüfung für Gebrauchshunde vor, die Ende Juni in Paderborn stattfindet. Das Ziel der beiden ist klar: Weber will mit seiner Eika zu den Besten gehören und sich für die Olympiade der Gebrauchshunde qualifizieren. Dafür muss die dreijährige Deutsche Schäferhündin in Topform sein.

Schwimmen, Radfahren und Laufen stehen auf dem Trainingsplan. „Außerdem habe ich das Futter umgestellt“, sagt der Maurer. Um Eika für ihren Auftritt im Paderborner Herman-Löns-Stadion vorzubereiten, fuhr Weber mit ihr nach Lauterbach und Homberg und drehte dort ein paar Runden in den Stadien. „Eika soll sich an die Atmosphäre gewöhnen“, sagt er.

Einfach Hund statt Sport

Seit neun Jahren macht Weber nun schon Hundesport. Angefangen hat alles mit seinem ersten Hund. „Ich wollte keinen Hundesport machen, ich wollte einfach einen Hund“, sagt er. Ein Nachbar hat den damals 16-Jährigen dann auf den Geschmack gebracht. „Er hat mich mit zum Hundeverein genommen.“ Mit Eika trainiert er auf dem Platz der Ortsgruppe Eiterfeld.

„Das ist ein Teamsport“, sagt Weber. Zuhause unterstützt ihn seine Freundin Geraldine Bohne beim Training. „Auf sie kann ich mich 100 Prozent verlassen.“ Wenn Weber auf der Baustelle arbeitet, geht sie mit Eika und ihren beiden Hunden Kora und Bendix Gassi.

Auch beim Training ist Geraldine Bohne meistens mit dabei. Dann schlüpft sie in die Rolle des Prüfungsrichters und beurteilt Weber und seine Eika. Diesmal hat sie nichts zu beanstanden: „Das sieht richtig toll aus“, sagt sie über Eikas festen Stand. Zur Belohnung bekommt die Hündin ihren grünen Spielball.

Spielzeug oder Leckerli

Denn das Training ist für Eika wie ein Spiel, sagt Weber: „Macht sie etwas richtig gut, bekommt sie ihr Spielzeug.“ Funktioniert eine Übung nicht ganz so gut, gibt es zumindest ein Leckerli. „Sie soll positive Erfahrungen machen“, sagt er. Seit Eika acht Wochen alt ist, lebt sie bei Weber. Und: Fast genauso lange trainiert der 25-Jährige schon auf diese Weise mit ihr.

Schon im Welpenalter übte der Solzer mit Eika die Kommandos Sitz, Platz und Steh. Dabei merkte er schnell, dass die Deutsche Schäferhündin ein Naturtalent in Sachen Hundesport ist: Sie lernt schnell und hat auch noch sichtlich Spaß dabei. „Mit Eika habe ich wirklich sehr viel Glück“, sagt Weber. Artikel UNTEN

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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